Bündner Musikschulen kämpfen mit Schülerschwund
Mit dem Tag der musikalischen Bildung soll am 7. November schweizweit auf die Angebote der Musikschulen aufmerksam gemacht werden. Der Verband der Musikschule Schweiz (VMS) möchte damit auf die Bedeutung der musikalischen Bildung in Zeiten der Corona-Pandemie hinweisen, welche den Musikunterricht weiterhin vor grosse Herausforderungen stellt. Zahlreiche Veranstaltungen wie Jahreskonzerte und Musicals mussten nach der Verschärfung der Lage wieder abgesagt werden. Auch der Verband der Sing- und Musikschulen Graubünden (VSMG) ist davon betroffen. So führt er am Tag selbst keine Veranstaltungen durch. Dennoch möchte der Verband den Tag nutzen, um die Bedeutung der musikalischen Bildung hervorzuheben, wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Corona gefährdet musikalische Bildung
Die Pandemie stellt nämlich auch die Musikschulen in Graubünden vor grosse Herausforderungen, wie es heisst. «Die Schülerzahlen waren nach den offiziellen An- und Abmeldefristen erschreckend rückläufig», wie Nadja Dora-Margreth von der Geschäftsstelle des VSMG auf Anfrage zu bedenken gibt. Dank zusätzlicher Werbemassnahmen konnte der Rückgang an Schülern jedoch weitestgehend aufgehoben werden. Gemäss den jüngsten Auswertungen sind rund 6800 Kinder und 750 Erwachsene an den Sang- und Musikschulen eingeschrieben.
Dennoch befürchtet man beim VSMG, dass die Pandemie zu einem längerfristigen Rückgang der Schülerzahlen an Musikschulen führen werde. Vor allem sei es fraglich, ob Familien mit angespannten finanziellen Verhältnissen ihre Kinder weiterhin zu den bestehenden Konditionen an Musikschulen schicken können. Dies gefährdet gemäss dem VSMG die Chancengleichheit im Bereich der musikalischen Bildung. Die Folgen der Pandemie werden somit voraussichtlich noch Jahre später spürbar sein.