Bündner Kinderzeichnungen bald in Schanghai zu sehen
«Ich wünschte, ich könnte das Coronavirus in tausend Stücke zerschneiden.» So antwortet Alina, ein sechsjähriges Mädchen aus Domat/Ems, auf die Frage ihrer Mama, wie sie die Welt zurzeit des Lockdown erlebt. «Ich will einfach mal wieder abmachen.»
Die Coronakrise hat alle getroffen. Geschäftsführer und Arbeitnehmer. Lehrer und Eltern. Grosse und kleine Unternehmen. Senioren und Patienten. Sachlich, aber auch emotional wurde die Bevölkerung über all die verschiedenen Aspekte des Coronavirus und die damit verbundenen Herausforderungen und Probleme informiert. «Nur über Kinder sprachen die wenigsten. Und noch viel weniger mit ihnen», sagt die Bündner Künstlerin Piroska Szönye. «Dabei hätte mich auch interessiert, was die Coronakrise mit den Kindern macht.» Es ist der Grund, weshalb sie ihr neustes Kunstprojekt «Home@Home» diesem Thema widmet.
Zwei Ausstellungen
Kinder und Jugendliche sollen weltweit durch ihre Zeichnungen von und in ihrem Zuhause verbunden werden. Das ist das Ziel des Projekts «Home@Home». So soll jedes Kind, das mitmachen will, auf einem Stück Papier das eigene Zuhause zeichnen oder malen. Auch Alina aus Domat/Ems hat das gemacht. Genauso wie fast 100 andere Kinder aus aller Welt. Die meisten Zeichnungen wurden dabei von Kindern aus China eingereicht.