Auf dem Bündner Strassennetz gibt es dieses Jahr viel zu tun
Nach den Osterfeiertagen fällt in Graubünden der Startschuss zur diesjährigen Bausaison. Das Tiefbauamt Graubünden (TBA) habe Vorbereitungen getroffen, um auf dem knapp 1360 Kilometer langen Kantonsstrassennetz insgesamt 151 Baustellen in Angriff zu nehmen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag.
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet der Kanton Graubünden eine Abnahme der Anzahl an Baustellen. Diese Entwicklung setze sich bereits seit acht Jahren fort, die Anzahl der Baustellen sei kontinuierlich leicht rückläufig, so die Mitteilung. «Grund dafür sind tendenziell grössere, aufwendigere Projekte, sodass jeweils für die einzelne Baustelle mehr finanzielle Mittel gebunden werden», schreibt das TBA.
Drei grössere Strassenprojekte
Das TBA habe in diesem Jahr drei umfangreichere Hauptstrassenprojekte im Fokus. Zu diesen Projekten zählen der Neubau der Brücke «Spuondas» vor St. Moritz sowie zwei Strassenkorrekturen auf den Abschnitten «Alpenrose – Tschuggen» auf der Flüelastrasse und der Abschnitt «Marcau – Seehof» bei Laax.
1. Projekt: Brücke zwischen dem St. Moritzer und dem Silvaplanersee
Die Brücke befindet sich laut TBA in einem baufälligen Zustand und bietet aufgrund ihrer niedrigen Höhe keinen ausreichenden Schutz vor Hochwasserereignissen: «Eine Sanierung der Brücke wäre nicht nur äusserst kostspielig, sondern würde auch den Verkehrsfluss während der Bauzeit beeinträchtigen.» Deshalb errichte das TBA wenige Meter flussabwärts eine neue Brücke, die eineinhalb Meter höher liegt. Der Baubeginn soll im April beginnen und bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.