Bündner Berge als Atelier
Im vollbesetzten Saal des Hotels Sonnenhalde in Davos Wiesen hat nun am Donnerstag, 17. August, die Buchvernissage «Bündner Berge als Atelier» stattgefunden. Elfriede Virchow führte aus, dass sie als Bewohnerin von Wiesen und ehemalige Nachbarin von Heinz Brunner dessen Werke sehr bewundere. Sie erklärte, dass sie auch von Brunner als Lehrer sehr begeistert gewesen sei. Sie habe bei ihren Kindern gesehen, wie er es geschafft habe, die Kinder zu unbeschwertem Lernen zu animieren. Ein wichtiges Ereignis seien dabei jeweils die jährlichen Theaterproduktionen der Schule Wiesen gewesen, bei denen alle Schülerinnen und Schüler eine aktive Rolle bekleidet hätten. Brunner habe den Kindern auch Kenntnisse über die Landschaft und die Umwelt vermittelt, hätte ihre Naturliebe geweckt und ihnen als Künstler beigebracht, mit offenen Augen in die Welt zu blicken. Für sie sei das Buch eine Herzensangelegenheit gewesen. Ein Dank gehe auch an das ganze Dorf Wiesen, in welchem sie sich so wohlfühle und getragen werde.
Bewegter Künstler
Brunner zeigte sich an der Vernissage sichtlich bewegt. Er erläuterte dem Publikum, wie es technisch schwierig gewesen sei, seine Bilder für den Druck aufzubereiten, und er betonte, wie sehr er sich in diesem Prozess durch die Druckerei Landquart gut aufgehoben gefühlt habe. Er habe vor Ort sehen können, wie seine Bilder dann im Buch aussehen würden. Das habe ihn sehr gefreut. Im Buch hat es Aquarelle von ihm aus beinahe 50 Jahren, in denen er – mit der Staffelei auf dem Rücken – in die Berge geht, um zu malen. Er malt immer alles vor Ort fertig – und muss daher bei Naturschauspielen wie zum Beispiel einem Sonnenaufgang oft auch sehr schnell arbeiten. Er hatte auch schon erlebt, dass er den Abstieg dann schneller als geplant schaffen musste, um bei einem aufziehenden Gewitter die Bilder noch rechtzeitig zum Auto ins Trockene zu bringen. Für einen Lacher im Publikum sorgte Brunner, als er gemalte Bilder seines Hundes zeigte und darauf hinwies, dass er zu Hause sehr viele unfertige Bilder habe, weil der Hund sich zu früh bewegt hatte und er noch nicht fertig war mit dem Malen.
Musikalische Untermalung
Musikalisch untermalt wurde die Buchvernissage von einer weiteren Wiesner Bewohnerin – Musiklehrerin Cäcilia Bardill und ihrem Ensemble. Sie machten die Buchvernissage mit wunderbaren Flötenklängen zu einem sehr festlichen Anlass. Im Buch «Bündner Berge als Atelier» sind zu den gedruckten Bildern von Heinz Brunner sehr interessante Texte von Elfriede Virchow zu lesen. Sie schrieb über Heinz Brunner als Person, aber auch über seine Maltechniken und über die Motive. Das Buch ist ein gelungenes Werk, das allen empfohlen werden kann, die Freude an den Bergen und den Aquarellen haben. Es ist auch ein tolles Geschenk für alle Freunde der Bündner Berge. (pd)