«Hackblock und Flötbrett»
Die Geschichte der beiden Blockflötenspielerinnen mit ihrem Instrument beginnt, wie bei so vielen, mit der Aufforderung, Blockflöte zu lernen und an-schliessend ein «richtiges» Instrument. «Dabei ist das ein richtiges Instrument», ereifert sich Pfeiffer, die über lange Jahre Unterricht erteilte. «Es gibt mehr als acht verschiedene Blockflötenarten in verschiedenen Tonlagen. Die grösste davon – der Subkontrabass –ist mehr als zwei Meter lang. Das Garklein misst nur etwa 16 Zentimeter.» Ihnen allen ist gemein, dass die Luft über eine oben am Instrument angebrachte, scharfkantige Öffnung strömt – Labium genannt – was zusätzlich zum Rohr den Ton erzeugt.
Gehirntraining
Als Kind hätte Sprecher eigentlich Klavier lernen wollen. «Das war aus finanziellen und räumlichen Gründen nicht denkbar.» Also bekam sie den berüchtigten «Speuzknebel» – genauer eine Sopranflöte – und freundete sich bis zum Ende der Primarschule auch mit der Altflöte an. Dann musste sie sich zwischen Musik und Leistungssport entscheiden und wählte das Zweite. Als sie 1985 nach Davos zog, entschied sich die gebürtige Schaffhauserin, Querflöte zu erlernen, was sie mit einem entzündeten Handgelenk bezahlte. So lag ihr musikalisches Potenzial brach, bis ihr Sohn bei Sonja Pfeiffer zum Blockflötenunterricht antrat. Die Lehrerin drückte der Mutter eine Tenorblockflöte in die Hand, und die Liebe flammte erneut auf. Sprecher trat dem Flötenensemble der Musikschule bei, und als die Bassflöte ausfiel, erlernte sie auch dieses Instrument. «Bei den Blockflöten gibt es sechs verschiedene Arten, die Noten zu lesen», erklärt sie die Schwierigkeit dabei. «Das ist echtes Gehirntraining.» Inzwischen spielt Sprecher fünf Tonlagen der Blockflöten, verstärkt das Orchster Sonoro und kam mit dem Blockflöten-Orchester Höfe, genannt «ConTatto», in Kontakt. «Einmal im Monat reise ich nun glücklich zur Probe nach Pfäffikon. Das ist jeweils mein freier Tag.»