Wanderausstellung über die Kolonialzeit macht Halt im Churer Fontanapark
Die Kunstinstallation «Nachdenken über das koloniale Erbe», welche seit zwei Jahren durch die Schweiz zieht, kommt nun erstmals nach Graubünden. Ab Freitag, 14. Juli, ist sie in Chur im Fontanapark zu sehen. Laut Mitteilung erinnert das Projekt von Cilgia Rageth daran, dass Vergangenes lange noch nicht vergangen ist, fordert heraus, sich mit strukturellem Rassismus als Teil unserer kulturellen Identität auseinanderzusetzen und lädt ein, eigene Erlebnisse und Gedanken zu teilen. Bei der Freiluftinstallation handelt es sich um eine partizipative Kunstinstallation mit Work-in-Progress-Charakter.
Söldner und Menschenzoos
Das Projekt dient als visueller Anstoss für einen Auseinandersetzungsprozess. Man beginnt zu lesen und erfährt Ausschnitte der Geschichte unseres Söldnerwesens, der internationalen Menschenzoos und der Beteiligung der Schweiz an der Sklaverei. Das Teilen von eigenen Erlebnissen und Gedanken ist sowohl Ziel wie auch Teil der Installation.
Eröffnet wird die Schau in Chur am Freitag, 14. Juli, um 18 Uhr durch Gemeinderatspräsident Norbert Waser und mit einem Text von Monika Hürlimann mit einer «Besinnlichen Veranstaltung» im Fontanapark. (red)