Bank Linth macht einen Gewinn von 25 Millionen
Frohe Gesichter gab es gestern an der Bilanzpressekonferenz der Bank Linth in Rapperswil: Mit Stolz und Freude konnte die Chefetage der Regionalbank ein ausgezeichnetes Ergebnis präsentieren. Der Jahresgewinn von 25 Millionen Franken lag um 10 Prozent über dem Vorjahr. «Dazu beigetragen haben in einem herausfordernden Umfeld ein stabiles Kerngeschäft sowie ein umsichtiges Kostenmanagement», sagte David Sarasin, Vorsitzender der Geschäftsleitung: «Das Wachstum der Bank und die Gewinnsteigerung unterstreichen den Erfolg unserer Strategie zur ‘Bank der Zukunft’.» Die Bank Linth habe frühzeitig die Veränderungen im Kundenverhalten antizipiert und die richtigen Schritte unternommen, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Ein schlechtes Börsenjahr 2018
Ein Blick in die Zahlen zeigt auf: Der Geschäftsertrag stieg im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf knapp 100 Millionen Franken. Im Zinsengeschäft erhöhte die Bank Linth den Erfolg gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 68 Millionen und verzeichnete eine stabile Marge. Die Anzahl der Vermögensverwaltungsmandate stieg um über 19 Prozent, das Volumen auf über 500 Millionen.
Alles war allerdings nicht Gold, was 2018 glänzte. So sprach Luc Schuurmans, Leiter Anlagegeschäft und Private Banking, vom schlechtesten Börsenjahr seit 2008. Dies schlug sich denn auch in der Bilanz nieder: Wegen des schwierigen Finanz- und Börsenumfelds schloss der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft um 2,6 Prozent tiefer bei 20 Millionen.
Im Glarnerland steigen die Preise
Per Ende 2018 lag die Bilanzsumme bei 7,4 Milliarden und damit um 8,3 Prozent über dem Vorjahr. Die Eigenmittel erhöhten sich um 5,5 Prozent auf 488 Millionen. Die Kundenausleihungen stiegen im Berichtsjahr um 3 Prozent auf 6 Milliarden. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 4 Prozent auf 5,9 Milliarden. «Dabei hält die Bank Linth nach wie vor an ihrer risikobasierten Kreditvergabepolitik fest», sagte Urs Isenrich, Leiter Kreditmanagement: «Die viel beschworene Immobilienkrise aufgrund einer Überproduktion von Wohn- und Gewerberaum kommt, ohne dass gleich eine Blase platzen wird.» Deswegen brauche es Korrekturen.