Auch Orgelmusik kann für Ohrwürmer sorgen
Eine Kirche ohne Orgel wäre wohl wie eine Rhätische Bahn ohne rote Züge. Um die Vielfalt der Instrumente aufzuzeigen, fand am Montag eine ökumenische Veranstaltung statt, bei der die Kirchen St. Theodul (reformiert, Dorf), Herz-Jesu (katholisch, Dorf) und St. Johann (reformiert, Platz) besucht wurden.
Beim Start im ersten der drei Gotteshäuser liess Susi Teufen-Prader die Besuchenden in die Geschichte der St. Thodul-Kirche eintauchen. Schon beim Bau des ältesten Teils der Kirche – vor rund 600 Jahren – sei das Element «Musik» aufgetaucht. Im heutigen Freskenraum liessen sich bei der Darstellung der Marienkrönung Engel erkennen, die Instrumente spielten. Eine erste Orgel gab es dann 1776, die von Arthur Herkules von Sprecher gestiftet worden war. Die heutige Orgel mit 15 Registern im Chorraum wurde 1970 erbaut. Wie das schmucke Stück klingt, zeigte Sabine Hess. Auch Ulrich Weissert, Kirchenmusiker der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Platz, durfte noch einige Stücke zum Besten geben.
Für neue Töne sorgte Daniel Wioland, der der Orgel in der Herz-Jesu-Kirche wohltuende Klänge entlockte. Er wusste zudem einiges über die bewegte Geschichte des verhältnismässig jungen Gotteshauses zu berichten. Jung ist auch die Orgel, welche 17 Register besitzt: Sie ersetzte 1995 ihre Vorgängerin, die 1951 als Occasion angeschafft worden war.