Arbeitslosigkeit in Graubünden nimmt im November nur leicht zu
1252 Menschen waren Ende November bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Kanton Graubünden als arbeitslos gemeldet. Wie das kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Kiga) in einer Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt, entspricht dies gegenüber dem Oktober einem Anstieg um 162 Arbeitslose. Mit einer Quote von 1,2 Prozent lag die Arbeitslosigkeit im November im historischen Vergleich aber weiterhin auf einem sehr tiefen Niveau. So hatte die Arbeitslosenquote vor einem Jahr bei 1,4 Prozent notiert und im November 2020 – während der Coronakrise – sogar bei 2,1 Prozent. Mit 2286 Arbeitslosen waren damals fast doppelt so viele Menschen als arbeitslos gemeldet wie heute.
Der leichte Anstieg der Bündner Arbeitslosigkeit im November ist denn auch nicht konjunkturell bedingt. Er ist vielmehr auf rein saisonale Gründe zurückzuführen: auf das Ende der Sommer- und Herbstsaison im Tourismus sowie bereits teilweise im Baugewerbe, wie das Kiga schreibt. Die höchsten Arbeitslosenzahlen verzeichneten im November im Branchenvergleich denn auch das Gastgewerbe mit 512 sowie das Baugewerbe mit 124. An dritter Stelle folgt bereits mit deutlichem Abstand der Detailhandel (65), dann das Gesundheits- und Sozialwesen (63). Im November wurden zudem 62 Langzeitarbeitslose registriert, was einem Rückgang um sieben gegenüber dem Oktober entspricht.
Tiefe Zahl von Stellensuchenden in Graubünden
Wie ausgetrocknet der Arbeitsmarkt in Graubünden trotz des jüngsten Anstiegs bei der Arbeitslosigkeit im November ist, lässt sich anhand der Zahl der Stellensuchenden ablesen. Diese notierte Ende November bei 2106. Gegenüber dem Vormonat Oktober (1894 Stellensuchende) ist zwar auch diese Zahl leicht angestiegen; rückblickend liegt sie aber so tief wie seit Jahren nicht mehr im November. So waren vor Jahresfrist noch 2660 Stellensuchende bei den RAV gemeldet. Im November 2015 waren es sogar noch 4000 gewesen, was dem Höchstwert der vergangenen 15 Jahre entspricht.