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Graubünden

So tief wie noch nie: Die Arbeitslosenquote in Graubünden liegt aktuell bei einem Prozent

So wenig Arbeitslose gab es im Februar schon lange nicht mehr. So weit die Statistik zurückreicht, bis im Februar 2005, war die Arbeitslosenquote in Graubünden noch nie so tief wie jetzt.
online@suedostschweiz.ch
07.03.2024, 10:49 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Im Februar verzeichnete der Kanton Graubünden 1047 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von exakt einem Prozent entspricht. Das geht aus der aktuellen Arbeitsmarktstatistik hervor. Gegenüber dem Vormonat mit 1287 Arbeitslosen ist die Arbeitslosenzahl also um 240 Personen gesunken. Zusätzlich wurden gemäss Mitteilung 934 nichtarbeitslose Stellensuchende und 1981 Stellensuchende registriert. Das sind weniger Stellensuchende als im Januar. Damals suchten 2190 Personen einen Job. 

Gemäss Mitteilung waren es von den 1047 Arbeitslosen 323 Frauen und 725 Männer. Die höchsten Arbeitslosenzahlen verzeichneten das Baugewerbe (287), das Gastgewerbe (129), das Gesundheits- und Sozialwesen (77) sowie der Detailhandel (62). Das Baugewerbe verzeichnet zudem den stärksten Rückgang gegenüber dem Vormonat mit 439 arbeitslosen Personen. Dies sei einerseits auf die gesteigerte Bautätigkeit bei vergleichsweise warmen Temperaturen in den tieferen Lagen und andererseits auf die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in der Branche zurückzuführen. Im Februar wurden 37 Langzeitarbeitslose gezählt. Gegenüber dem Vormonat mit 38 Langzeitarbeitslosen hat sich diese Zahl kaum verändert.

Wie folgende Grafik zeigt, war die Zahl der Arbeitslosen im Februar seit es die Statistik gibt, noch nie so tief wie jetzt. Die Quote diesen Februar liegt bei nur einem Prozent:

Gesamtschweizerisch ist die Zahl der Arbeitslosen von 113'175 auf 111'879 gesunken. Die schweizerische Arbeitslosenquote beträgt 2,4 Prozent. Zusätzlich wurden gesamtschweizerisch 70'139 nichtarbeitslose Stellensuchende registriert.

Zu den nichtarbeitslosen Stellensuchenden gehören Personen, welche an Weiterbildungs- und Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen oder Zwischenverdienstarbeit leisten sowie jene, welche lediglich die Vermittlungsdienstleistungen der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in Anspruch nehmen. Zählt man die Zahl der Arbeitslosen und der nichtarbeitslosen Stellensuchenden zusammen, ergibt sich die Zahl der Stellensuchenden.

Sechs Betriebe rechnen Kurzarbeit ab

Ende Februar verfügten insgesamt sechs Betriebe über eine laufende Bewilligung, um Kurzarbeitsentschädigung abrechnen zu können. Maximal könnten 405 Arbeitnehmende betroffen sein. Gegenüber dem Vormonat mit vier Betrieben und 393 möglicherweise betroffenen Mitarbeitenden hat sich die Anzahl leicht erhöht. Diese Angaben lassen keinen exakten Rückschluss auf die effektiv kurzarbeitenden Unternehmen zu, da diese ab der jeweiligen Abrechnungsperiode drei Monate Zeit haben, ihren Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bei verschiedenen Arbeitslosenkassen geltend zu machen, wie es abschliessend heisst.

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