Vor der Näfelser Fahrt: Jetzt fehlt vom geschundenen Gedenkstein in der Risi die Hälfte
Seit 2017 spielt ein Grundstückseigentümer in der Risi in Näfels Katz und Maus mit der Gemeinde und dem Kanton. Um die Prozession an der Näfelser Fahrt zu stören, hat er den Fahrtsweg durch eine Baupiste verbarrikadiert, und er lässt den Gedenkstein auf seinem Grundstück jedes Jahr unter Grünzeug verschwinden.
Am Freitagvormittag haben Arbeiter im Auftrag des Kantons den Stein rechtzeitig auf die Fahrtsfeier vom kommenden Donnerstag freigelegt. Auch die «Glarner Nachrichten» waren vor Ort. Unter dem Haufen aus Ästen und Rasenschnitt ist aber nur die untere Hälfte des Steines zum Vorschein gekommen. Die obere Hälfte war unauffindbar. Auch ein Rundgang der anwesenden Polizisten auf dem Grundstück förderte die fehlende Hälfte nicht zutage.
Schon vor einem Jahr zerbrochen
Der Stein ist schon vor einem Jahr in zwei Hälften zerbrochen aufgefunden worden. Für die Fahrtsfeier wurde er dann notdürftig geflickt. Im Verlauf des vergangenen Jahres ist jetzt offenbar die obere Hälfte irgendwie weggeschafft worden.
Der Kanton Glarus betrachtet den Stein als sein Eigentum. Ratsschreiber Arpad Baranyi sagt, dass der Kanton der Sache nachgehen werde. Und der Kanton werde für die Wiederherstellung des Steines sorgen. Auf die diesjährige Fahrtsfeier dürfte das allerdings eher nicht mehr möglich sein.