×

Wir testen vier Glarner Lieferdienste: Diese Pizza schmeckte uns am besten

Pizza ist nicht gleich Pizza: Vor allem, wenn man sie bestellt, gibt es grosse Unterschiede. Wir haben bei vier Glarner Lieferdiensten bestellt und den Service sowie den Geschmack miteinander verglichen.

Lynn
Disch
17.07.25 - 16:00 Uhr
Glarus

Pizza Margherita ist die unangefochtene Nummer 1, wenn es darum geht, Essen nach Hause zu bestellen. Das zeigt eine Auswertung für den Kanton Glarus von Eat.ch. Im Glarnerland gibt es zahlreiche Pizza-Lieferdienste. Aber wo lohnt es sich, zu bestellen? Das wollen wir herausfinden.

Drei Redaktorinnen und ein Redaktor der «Glarner Nachrichten» testen dafür vier Pizza-Lieferdienste. Die Pizzen haben wir am Mittwochmittag alle auf 11.45 Uhr bestellt. Alle vier haben wir nach den Kategorien Geschmack, Lieferservice, Pünktlichkeit und Aussehen bewertet und am Schluss eine Schulnote von eins bis sechs verteilt.

Pizzeria Fränk

Der Pizzakurier Fränk aus Netstal kommt nicht pünktlich, sondern zu früh. Aber nur fünf Minuten. Dafür ist der Service wirklich super. In der Eat.ch-App habe ich angegeben, dass sich unsere Redaktion in der ersten Etage befindet. Das hat wirklich geklappt und der äusserst freundliche Herr drückt mir die Pizza in die Hand. Ausserdem gibt er mir einen Salat sowie eine kleine und eine grosse Eisteeflasche. «Die gibts dazu», sagt er freundlich und verabschiedet sich, nachdem er mir einen guten Tag gewünscht hat.

Die Pizza «Mamma Rosa» ist mit Tomatensauce, Mozzarella, Auberginen, Parmesan und Oregano belegt. Die hohen Erwartungen nach dem freundlichen Service werden aber leider etwas enttäuscht. Die Pizza ist fettig und etwas gummig. Der Teig ist eher dünn. Geschmacklich ist die Pizza ein bisschen fad, aber dennoch hat es genug Auberginen. Das Aussehen ist in Ordnung und das Verhältnis von Käse, Tomatensauce und Topping sehr gut.

Wir sind uns nicht ganz einig bei der Benotung der Pizza «Mamma Rosa». Schlussendlich kommen wir aber auf eine 4. «Ich würde sie nicht bestellen, aber sie ist geniessbar», sagt Redaktorin Janina Rageth.

Die Pizza «Mamma Rosa» mit Auberginen aus der Pizzeria Fränk in Netstal.
Bild: Lynn Disch

Pizzeria Roberto

Als Nächstes kommt die Pizza vom Pizzakurier Roberto aus Glarus. Ein Herr läuft plötzlich in unser Büro. In den Händen hält er eine Pizzaschachtel. Praktisch wortlos drückt er mir die Schachtel in die Hände und macht wieder kehrt. Auch er hat meine Bemerkung in der Eat.ch-App gesehen und den ersten Stock gut gefunden.

Die Pizza «Piccante» ist mit Tomatensauce, Mozzarella, scharfer Salami, frischen Peperoncini und Oregano belegt. Die Pizza ist sehr gut und der Teig luftig und gleichzeitig knusprig. Das Chiliöl passt zur restlichen Schärfe, die die Pizza verspricht. Trotzdem ist sie nicht mit Öl vollgesogen. Das Verhältnis zwischen Käse und Sauce ist ebenfalls sehr gut und das Aussehen ist am besten von allen Pizzas. Die Salamischeiben sind nicht zu wenig und die Chilis geben eine schöne Farbe ab. Wir geben der Pizza fast die Bestnote von einer 5–6.

Die Pizza «Piccante» mit scharfer Salami aus der Pizzeria Roberto in Glarus.
Bild: Lynn Disch

Pizzeria Pinocchio

Auch der Pizzakurier Pinocchio aus Glarus ist fast pünktlich und nur zwei Minuten zu spät. Auch dieser Fahrer findet den Weg in die erste Etage. Er ist freundlich und gibt mir eine Aludose Cola und einen Salat dazu.

Die Pizza «Peperoni» ist mit Tomatensauce, Mozzarella, Peperoni und Oregano belegt. «Mhh, dieser Käse», sagt Redaktorin Yvonne Samsarova, die Käse liebt. Janina Rageth schaut eher kritisch. Sie möge mehr Tomatensauce statt zu viel Käse, meint sie.

Die Pizza «Peperoni» ist grundsätzlich fein, hat aber etwas zu viel Käse, wie wir uns schlussendlich einig sind. Dieser ist auch etwas gummig. Der Teig ist in Ordnung, aber wirkt eher wie eingekauft und nicht wie selbst gemacht. Gewürzt ist sie dafür gut und die Peperoni sind knackig und grosszügig auf der Pizza verteilt. Vom Optischen sieht der Käsebelag aber nicht sehr ansprechend aus, die farbigen Peperoni retten das Bild. Trotzdem ist die Pizza gut und erhält von uns die Note 4–5.

Die Pizza «Peperoni» von der Pizzeria Pinocchio aus Glarus.
Bild: Lynn Disch

Pizzeria Calimero

Der Kurier Calimero aus Glarus kommt 10 Minuten zu spät. Ausserdem wird die Pizza nur bis an den Eingang geliefert und nicht bis in den ersten Stock.

Die Pizza «Quattro Formaggi» ist mit Tomatensauce, Mozzarella, Gorgonzola, Parmesan, Mascarpone und Emmentaler Käse belegt. Sie ist, wie sie verspricht, sehr käsig. Mit Abstand ist sie die heisseste, aber nicht so, dass man sich die Zunge verbrennt, sondern angenehm. Der Teig ist sehr knusprig und die Pizza ist nicht übersalzen. Der Käse ist gut verteilt und hat auch, nachdem sie schon etwas abgekühlt ist, ein intensives Käsearoma. Für die Lieferung und die Pizza verteilen wir die Note 5. Einvernehmlich.

Die Pizza «Quattro Formaggi» von der Pizzeria Calimero aus Glarus.
Bild: Lynn Disch

Fazit: Pizzeria Roberto gewinnt

Wir haben die Pizza «Piccante» aus der Pizzeria Roberto in Glarus zur Siegerin gekürt. Die restlichen Pizzas waren aber auch alle geniessbar.

Serie «Heiss bis zur Haustür»

Seit der Corona-Pandemie hat das Angebot an Essenslieferanten auch im Glarnerland stark zugenommen. Die «Glarner Nachrichten» beleuchten das Thema in einer Serie. Drei Artikel gibt es dazu:
Im ersten Artikel haben wir verschiedene Kuriere und deren Pizzen getestet.
Im zweiten Artikel könnt ihr euer Wissen testen und ein Quiz zu den Lieblingsgerichten machen, die Glarnerinnen und Glarner am häufigsten bestellen. 
Der dritte Artikel ist ein Selbstversuch, bei dem Praktikantin Lynn Disch vier Tage als Uber Eats Lieferantin im Glarnerland unterwegs ist. 

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Glarus MEHR