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Glarus

Aus im Viertelfinal: Neuenburg lässt sich von Volley Glaronia nicht erwischen

In der Qualifikation hatten die Neuenburgerinnen gegen Glaronia noch einen Punkt abgegeben. In den Play-off-Viertelfinals liessen die Favoritinnen aber nichts mehr anbrennen und siegen mit 3:0.
online@suedostschweiz.ch
10.03.2024, 17:07 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

von Peter Aebli

Barbara Cembranos hatte sich riesig auf das Spiel gefreut: «Wir waren hoch motiviert trotz der Niederlage vom letzten Sonntag und überzeugt, zu Hause nochmals eine ganz starke Leistung zeigen zu können», so die Libera von Glaronia. Sie ergänzt: «Besonders im zweiten Satz waren wir nahe an einem Teilerfolg dran, aber immer wieder entglitt uns das Spiel für einen Moment, und Neuenburg konnte eine Punkteserie hinlegen.»

Die Studentin, die sich aktuell die Liberaposition mit Romina Schnyder teilt – Schnyder in der Annahme, Cembranos in der Verteidigung –, sah insgesamt eine deutliche Leistungssteigerung.

Nervosität legt sich schnell

Der Respekt vor den Europacup-Finalistinnen aus Neuenburg war offensichtlich vorhanden und zeigte sich im ersten Satz ganz speziell am Service. Da gelang es den Glarnerinnen nicht, an die starken Leistungen in früheren Spielen anzuknüpfen.

Dank viel Teamgeist und einer ausgezeichneten kämpferischen Leistung konnte ein 9:15-Rückstand beinahe noch wettgemacht werden. Raiffeisen Volley Glaronia rückte immer näher an die Gäste heran und zwang die Favoritinnen beim Stand von 19:21 für Neuenburg zum Time-out. Die nächsten Punkte gingen dann aber klar an die souveränen Westschweizerinnen.

Glarnerinnen halten mit

Im zweiten Satz gelang es den Glarnerinnen über längere Zeit, einen kleinen Vorsprung zu verteidigen. Einige schöne Angriffe über die Mitte, die mit Joanna Mazzoleni und Ivana Bulajic ganz gut besetzt war, aber auch erfolgreiche Aktionen über die beiden polnischen Aussenangreiferinnen trugen zu diesem Zwischenhoch der Glarnerinnen bei.

«

Unsere Kräfte reichten für eine weitere Überraschung nicht mehr.»

Gian Aebli, Assistenztrainer Glaronia

Die Gäste leisteten sich ab und zu einen kleinen Fehler, aber nie zwei in Folge, sodass Glaronia nicht wirklich davonziehen konnte. Am Ende wurde dann doch nichts aus dem Satzgewinn, und Neuenburg sicherte sich auch den zweiten Umgang.

Im dritten Satz chancenlos

Assistenzcoach Gian Aebli musste feststellen, wie Glaronia in der Folge den Gästen nicht mehr allzu viel entgegenzusetzen hatte: «Neuenburg wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Wir waren wohl etwas erschöpft nach einer langen Qualifikation, starken Leistungen, leichten Verletzungen – da reichten die Kräfte nicht mehr für eine weitere Überraschung.» Die Gäste wollten nun auch offensichtlich ihre Aufgabe erledigen, möglichst bald nach Hause und sich auf höhere Ziele konzentrieren.

Brzezińska zieht positive Bilanz

Nicht nur die Fans fanden an der lebhaften Partie Gefallen, auch Ewelina Brzezińska konnte, trotz der Niederlage, eine positive Bilanz ziehen: «Das zweite Play-off-Spiel war das bessere – dank guter Annahme konnten wir mehr über die Mitte angreifen und den Block der grossen Aussenangreiferinnen vermeiden.» Besonders gefreut hat sich die Leistungsträgerin bei Glaronia darüber, dass Neuenburg die ganze Partie mit der Stammsechs durchspielte: «Sie haben Respekt vor uns und wissen, dass wir gefährlich werden können.»

Saison noch nicht zu Ende

Nach der 0:3-Niederlage gegen Neuenburg und dem damit verbundenen Aus in den Viertelfinals spielen die Glarner Volleyballerinnen nun nicht unerwartet um die Plätze fünf bis acht. Da haben sie durchaus Chancen, denn so ein Gegner wie die Neuenburgerinnen erwartet Glaronia nicht mehr.

Trotzdem wird ein Erfolg nur dann möglich sein, wenn man die Kräfte wieder sammeln und sich fokussieren kann. Im Moment sieht es nicht unbedingt danach aus, doch eine Woche mit guten Trainings kann oft etwas bewirken. Wer der nächste Gegner sein wird, ist noch offen.

Glaronia – Neuenburg 0:3 (20:25, 23:25, 16:25)

Kantonsschule. – 200 Zuschauende. – Spieldauer: 66 Minuten. – Schiedsrichter: D. Zindel/M. Becker.
Glaronia: Mandelbaum, Djuric, Cembranos, Egger, Schnyder, Mazzoleni, Werfeli, Brzezińska, Bulajic, Reuther, Szczyrba, Schädler. Coach: F. Brzeziński, G. Aebli.
Neuenburg: Haynes, Petitat, Camélique, Pierret, Gross, Branca, Trösch, Scrucca, De Micheli, Scambray, Grubbs, Lengweiler, Delley, Dalliard. Coach: B. Haley, L. Bertolacci
Bemerkungen: Glaronia ohne Wirz (verletzt).




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