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Glarus

«Situation bleibt sehr gefährlich»: Ein neuer Murgang erreicht in Schwanden das Wohngebiet

Südostschweiz
18.01.2024, 16:54 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

von Linus M. Hofmann

Die Baggerfahrer im Plattenauquartier müssen erneut räumen. In Schwanden ist es in der Nacht auf Donnerstag wieder zu einem Murgang gekommen. Dies hat die Gemeinde Glarus Süd am Donnerstag Runmitgeteilt. Die Situation bleibe sehr gefährlich, schreibt die Gemeinde.

Die Abbrüche erfolgten laut der Gemeinde aus der sehr grossen Lockergesteinsrutschung in der Wagenrunse. Dies trotz nur geringer Niederschläge. Rund 1000 Kubikmeter Schutt, das entspricht einem Würfel von 10 Metern Kantenlänge, seien als Murgang bis ins Siedlungsgebiet gelangt. Das Material habe Gebiete erreicht, in welchen in den letzten Tagen Räumungsarbeiten unternommen worden seien.

Räumungsarbeiten in der roten Zone derzeit nicht möglich

«Die erneuten Abgänge zeigen, wie hoch die Gefahr in der roten Gefahrenzone, also im Zentrum des Schadensereignisses, immer noch ist», heisst es in der Medienmitteilung der Gemeinde. Räumungsarbeiten seien deshalb in diesem Gebiet derzeit nicht möglich. Die Arbeiten würden wieder aufgenommen, sobald die Risikoanalyse dies zulasse.

Die Gemeinde Glarus Süd schreibt, sie sei froh, dass es auch beim erneuten Murgang zu keinen Personenschäden gekommen sei. «Die Behörden, die Naturgefahrenkommission und die weiteren mit der Bewältigung des Ereignisses betrauten Personen werden alles daransetzen, dass dies so bleibt.»

Die letzte Rutschung vor dem neusten Ereignis fand um den Jahreswechsel statt. Damals brachen 15'000 Kubikmeter, laut Schätzung der Gemeinde, ab.

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