Rechtsextreme in der Jungen SVP: Die Glarner Sektion distanziert sich von Sellner und Co
Der Grundsatzkonflikt bei der Schweizer Jungpartei entzündet sich an einem Österreicher: Martin Sellner ist ein 35-jähriger Rechtsextremer aus Wien. Er vertritt rassistische und antisemitische Positionen. Zum Beispiel ist er Vertreter der sogenannten Remigration, der massenhaften Ausschaffung von Menschen mit Migrationshintergrund in ihre Herkunftsländer. Welche Staatsbürgerschaft sie besitzen, spielt dabei keine Rolle. In die USA und nach Deutschland darf er nicht mehr einreisen. Die Strategiechefin der Jungen SVP Schweiz, Sarah Regez, hat sich im Jahr 2023 mit Sellner getroffen. Einige Kantonalsektionen solidarisierten sich auch mit Sellner, als dieser kürzlich in der Schweiz festgenommen wurde.
Auch das Verhältnis der SVP-Leute zur Jungen Tag, einer rechtsextremen Organisation in der Schweiz, wurde in diesem Zusammenhang diskutiert.
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Vor diesem Hintergrund entstand innerhalb der jungen SVP-Sektionen ein Richtungsstreit. Am Donnerstag nimmt auch die Junge SVP Glarus eine Haltung an. In einer Mitteilung schreibt die Jungpartei, man distanziere sich «deutlich und in jeglicher Form von Extremismus und der Solidarisierung mit Personen, die extremistisches Gedankengut schüren und streuen».
Die junge SVP Glarus stehe für eine sachliche Politik ein, die auf die wahren Anliegen und Herausforderungen der Schweizer Bevölkerung abziele, so die Mitteilung. «Wir werden uns weiterhin für eine freie, unabhängige und neutrale Schweiz und gleichzeitig gegen mehr Regulierung, wachsende Bürokratie und höhere Steuern und Abgaben einsetzen», heisst es weiter. Und zum Schluss: «Für Extremismus bleibt in unseren Reihen kein Platz.»