Katzenmörder in Riedern: Warum der Bolzen der Polizei nicht weiterhilft
Die «Glarner Nachrichten» haben zum Fall mit Armbrustexperte Jules Fäh, dem einstigen Schützenmeister der Armbrustschützen Weesen und Umgebung, gesprochen. Er vermutete, dass es sich beim Tatgerät aufgrund des vorgefundenen Bolzens um eine Armbrustpistole – und nicht etwa um eine Sportarmbrust handelt. Diese können für unter 400 Euro gekauft werden und unterstehen auch nicht dem Waffengesetz. Was die Suche nach dem Täter natürlich nicht einfacher macht. Richard Schmidt, Stabsoffizier bei der Kantonspolizei Glarus, bestätigt, dass die Polizei immer noch keine neuen Erkenntnisse zum Fall erhalten hat. Und er nennt auch das Problem der Polizei dabei: «Der verwendete Armbrustbolzen ist weit verbreitet, womit aus diesem keine gesonderten Rückschlüsse auf eine bestimmte Täterschaft gezogen werden können.»
Hinweise im Zusammenhang mit dem Delikt nimmt die Polizei per Telefon unter 055 645 66 66 entgegen. Wird der Täter oder die Täterin gefasst, ist eine Anklage wegen Tierquälerei im Sinne einer qualvollen Tötung und Sachbeschädigung möglich. Das Tierschutzgesetz sieht beim ersten Delikt eine Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor.
Auch der Velo-Rowdy ist noch unbekannt
Wie Richard Schmidt von der Kantonspolizei sagt, gibt es auch zu einem zweiten schockierenden Kriminalfall im Kanton keine Neuigkeiten. Anfang Woche wurde bekannt, dass ein Velofahrer eine ältere Fussgängerin umgeworfen hat. Diese brach sich darauf den Oberschenkelhals. Durch den Zeugenaufruf hätten sich keine neuen Erkenntnisse ergeben, sagt Schmidt zu den «Glarner Nachrichten».