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Achtung Blaualgen: Kanton Glarus warnt jetzt vor giftigem Wasser im Obersee

Trügerische Idylle: So malerisch der Obersee ob Näfels aussieht, der Kanton Glarus rät davon ab, sich in seinem Wasser abzukühlen. Dieses ist wegen einer erhöhten Konzentration von Blaualgen giftig.

Sara
Good
13.08.25 - 18:15 Uhr
Glarus
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Zu viele Blaualgen im Wasser: Derzeit ist beim Spazieren rund um den Obersee Vorsicht geboten.
Pressebild

Der Kanton Glarus hat das Wasser im Obersee untersucht. Gemäss Mitteilung hat der Kanton dabei eine erhöhte Konzentration von Blaualgen nachgewiesen. Deshalb ist Vorsicht geboten: Die Bevölkerung soll mit dem Wasser nicht in Berührung kommen. Ebenso wenig mit Schaum, Algenteppichen oder angeschwemmten Algen. Hunde sollen nicht im See baden und auch nicht das Wasser trinken.

Ein Hund ist gestorben

Bereits am Wochenende wurde in den sozialen Netzwerken vor dem giftigen Wasser gewarnt. Der Kantonstierarzt Giochen Bearth sagte, dass eine Handvoll Hunde nach Ausflügen an Glarner Seen krank geworden seien. Er bestätigte einen Fall vom Obersee mit Verdacht auf eine Vergiftung durch Blaualgen. Dieser Hund sei auch gestorben. Es gebe allerdings keine Labordiagnose, welche die Todesursache bestätige. Ein weiterer Verdachtsfall betraf den Oberblegisee in Luchsingen.

Kantonstierarzt Giochen Bearth rät zur Vorsicht: Am Wochenende ist ein Hund nach einem Ausflug am Obersee gestorben. Ob wirklich Blaualgen das Tier vergiftet haben, kann er nicht bestätigen.
Bild: Corinne Thöni

Nur wenige Tage später reagiert jetzt der Kanton Glarus und warnt offiziell vor dem Obersee. Man solle dort weder baden, schwimmen noch Wassersport treiben. Wenn man trotzdem Kontakt mit Blaualgen hatte, rät der Kanton, bei einem Arzt oder einer Ärztin Hilfe zu holen.

Vor allem für Kinder und Tiere heikel

Blaualgen gibt es in vielen Schweizer Seen. Unter gewissen Bedingungen vermehren sie sich jedoch stark. Dabei entstehen Stoffe, die vor allem für Kinder und Tiere gefährlich sind. Diese Giftstoffe können sich laut Kanton rasch ausbreiten, insbesondere in flachen Uferbereichen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass diese giftigen Stoffe auch in anderen Kleingewässern im Glarnerland momentan vorkämen. Der Kanton hat gemäss Mitteilung aber keine Hinweise dafür.

Sara Good verantwortet die Glarner Inhalte auf «suedostschweiz.ch». Zudem kreiert sie multimediale Inhalte und schreibt Artikel für die «Glarner Nachrichten». Sie hat den Diplomlehrgang am MAZ absolviert und Multimedia Production in Chur studiert. Mehr Infos

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