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Klöntal: Diebe stehlen Kuhglocken, während Älpler-Familie an Beerdigung ist

«Habt ihr auch ein Gewissen?», fragt die Älplerin. Auf der Alp Schwelaui wurden den Kühen die Glocken abgezogen und gestohlen. Offenbar wussten die Diebe, dass die Familie an einer Beerdigung war. 

Ueli
Weber
21.08.24 - 13:30 Uhr
Glarus
Vom Hals gestohlen: Diebe hatten es auf die Trycheln der Kühe der Alp Schwelaui abgesehen. 
Vom Hals gestohlen: Diebe hatten es auf die Trycheln der Kühe der Alp Schwelaui abgesehen. 
Symbolbild Gaetan Bally/Keystone
Ganz zuhinterst im Klöntal schon auf Schwyzer Boden liegt die Alp Schwelaui. Dort hat sich ein besonders dreister Diebstahl ereignet, wie «20 Minuten» berichtet. Unbekannte haben fünf Kühen auf der Alp die Glocken abgenommen und gestohlen  – während die Älplerfamilie an der Beerdigung eines Familienmitglieds weilte. 

Die Älplerin hat den Vorfall in einem Facebookpost öffentlich gemacht. Dort schreibt sie: «Auf unserer Alp Schwelaui haben hinterhältige Leute die Situation ausgenützt, um Trycheln vom Vieh abzuziehen und zu stehlen. Die Helden haben gewusst, dass wir an einer Beerdigung eines Familienmitglieds sind. Habt ihr auch ein Gewissen??!!»

Polizei weiss vom Diebstahl

Der Wert der Kuhglocken liegt bei einigen Hundert Franken. Der Familie gehe es aber vor allem um den emotionalen Wert, sagt die Älplerin gegenüber «20 Minuten»: Die Trycheln seien schon seit Generationen in Familienbesitz.

Die Älplerin hofft noch, dass der oder die Diebe die Glocken zurückbringen. Ansonsten werde man Anzeige erstatten, droht sie. Man habe nämlich schon Hinweise.

Ein Sprecher der Kantonspolizei Schwyz sagte am Montag, dass die Polizei über die Sozialen Medien vom Diebstahl erfahren habe. Eine Anzeige sei aber noch keine eingegangen. 

Ueli Weber ist stellvertretender Redaktionsleiter der «Glarner Nachrichten». Er hat die Diplomausbildung Journalismus am MAZ absolviert und berichtet seit über zehn Jahren über das Glarnerland. Mehr Infos

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Hallo, ich sehe gerade ein Inserat in der Paarhufer-Gazette:
Die Dinger kommen zurück unter der Bedingung, dass die Älplerfamilie selbst mal eine Woche lang mit den Dingern am Hals herumläuft. Und so vielleicht verstehen könnte (was empathische Menschen auch ohne solche Experimente verstehen), welche Last – in verschiedener Hinsicht – das für die Vierbeiner ist (und für allfällige Anwohner und Wanderer, denen der Glockenlärm aufgenötigt wird).

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