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Esaf Glarnerland: Diese Zahlen zeigen, was da auf uns zukommt – vom Bier bis zum Sägemehl

Ende August wird im Glarnerland Ausnahmezustand herrschen. Hunderttausende Menschen besuchen das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest und damit unseren Kanton. Die Zahlen zum Megaanlass.

Paul
Hösli
18.08.25 - 16:00 Uhr
Glarus
SCHWEIZ FELDSCHLOESSCHEN ESAF 2019
Das gehört auch dazu: Diese Schwingfans geniessen 2019 am Esaf in Zug einen kräftigen Schluck Bier.
Bild: Keystone

Vom 29. bis 31. August verwandelt sich Mollis in den Mittelpunkt der Schweiz. 274 Schwinger und 50 Steinstösser werden im Glarnerland um Siege und Kränze kämpfen. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) auf dem Flugplatzgelände wird nicht nur das grösste Sportereignis an einem Wochenende des Landes sein – sondern auch eine logistische, emotionale und mediale Ausnahmeerscheinung.

Diese Zahlen zeigen, was den Kanton Glarus erwartet.

Volksfest in Rekordgrösse

An drei Festtagen werden rund 350'000 Besucherinnen und Besucher erwartet – fast zehnmal so viele, wie der Kanton Glarus Einwohner zählt. Ein solches Fest hat das Glarnerland noch nie erlebt – und wird es vermutlich auch nie wieder. Es ist ein Jahrhundertanlass.

Rekordverdächtig gross ist auch das Wahrzeichen des Esaf: der 21 Meter hohe Holzmuni Max, der auf dem Festgelände steht und den Gabentempel «bewacht».

Gleich beim Muni Max steht der Gabentempel. Den Holzmuni kann man aber nicht gewinnen. Er steht nur zur Dekoration auf dem Gelände.
Bild: Keystone

Helfende im Dauereinsatz

Ohne die 8400 Helferinnen und Helfer läuft nichts. Sie werden gemeinsam 120'000 Stunden leisten – das entspricht fast 14 Jahren Arbeit. Ehrenamtlich, versteht sich.

Infrastruktur wie ein Dorf

Für Hygiene und Versorgung werden 696 Toiletten, 120 Duschen, 10 Kilometer Trink- und Abwasserleitungen sowie 6 Kilometer Werkleitungen installiert. Dazu kommen 11,5 Kilometer Absperrgitter.

Die Arena auf Zeit

Mitten auf dem Flugplatzgelände Mollis entsteht die grösste temporäre Arena der Schweiz. In nur rund zwei Monaten wird eine Konstruktion aufgebaut, die 56'500 Zuschauerinnen und Zuschauer fasst. Der Umfang der Arena beträgt 850 Meter. Für die Schwinger gibt es nichts Grösseres.

Eindrücklich: Die Glarnerland Arena eingebettet in die herrliche Glarner Bergwelt befindet sich im Bau.
Bild: Maya Rhyner

Würste, Bier und Kaffee

Der Appetit der Schwingfans ist gewaltig: Erwartet werden 450'000 konsumierte Würste, 4 Tonnen Ruchbrot, 270'000 Liter Bier, 125'000 Kaffees, 24'000 Liter Wein und 5400 Liter Schnaps – verteilt auf zehn Festzelte und 40 Verpflegungsstände.

10'000 Zigerbrüüt stammen von der Milchzentrale Gössi. Inhaber Sepp Gössi hat uns in diesem Artikel verraten, wie er in vier Tagen so viel produziert wie sonst in einem Jahr.

Parkplatz in Grossformat

Für Anreisende stehen 12'000 reguläre Parkplätze, 220 Busparkplätze und 2000 Camper-Stellplätze zur Verfügung. Dennoch raten die Veranstaltenden zur Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Die SBB und die SOB setzen rund 500 Extrazüge ein. So können sie zusammen während der Hauptanreisezeit, zwischen 5.30 und 7 Uhr, rund 11'000 Besucherinnen und Besucher pro Stunde transportieren.

Konkret werden beispielsweise pro Stunde vier statt wie üblich nur zwei Züge nach Näfels-Mollis fahren. Die Züge sind viel länger als üblich – entsprechend sind auch die Perrons verlängert worden. Ab Näfels-Mollis erreichen die Besucherinnen und Besucher dann in zwanzig Minuten zu Fuss die Festmeile. Ab Weesen verkehrt ein Shuttlebus.

Ausnahmezustand bei Übernachtungen

Insgesamt werden rund 85'000 Logiernächte erwartet, davon 30'000 allein auf dem Campingplatz. Hotels, Ferienwohnungen und Zivilschutzunterkünfte werden ausgebucht sein – und das nicht nur im Glarnerland.

Millionenbudget

Das geschätzte Budget des Esaf liegt bei 35 bis 40 Millionen Franken – der grösste Event, den das Glarnerland je gestemmt hat. Finanziert wird es primär durch Sponsoring, Ticketverkauf und der öffentlichen Hand.

Fernsehfest für alle

Rund 1 Million Menschen werden das Fest, seit Jahren bei SRF kommentiert von Stefan Hofmänner, am TV verfolgen – mit einem geschätzten Marktanteil von rund 80 Prozent. Hinzu kommen 17 Stunden Liveübertragung und über 100'000 Livestream-Videostarts.

Schon lange dabei: Stefan Hofmänner (links) kommentiert die Schwingfeste für das SRF, hier 2019 in Zug zusammen mit Schwingerkönig und Experte Adrian Käser.
Bild: Alexandra Wey/Keystone

Medienzentrum mit Ausblick

270 akkreditierte Medienschaffende, 300 Plätze auf der Tribüne, 120 im Medienzentrum – das Esaf wird medial intensiv begleitet. Rund 3000 Berichte werden in den Printmedien erwartet.

Festzelte für jede Stimmung

Zehn grosse Festzelte mit insgesamt 10'300 gedeckten Sitzplätzen sorgen für Stimmung – ergänzt durch 5000 weitere Sitzplätze in Public-Viewing-Zonen. Insgesamt sorgen 275 Künstlerinnen, Künstler oder Acts für die Unterhaltung.

Sägemehl im Tonnenmass

Für die sieben Schwingringe braucht es 250 Kubikmeter Sägemehl – das entspricht rund 37 Tonnen. Ohne diese Grundlage läuft beim Esaf buchstäblich nichts.

Paul Hösli ist Leiter Sport bei den «Glarner Nachrichten» in Ennenda. Er ist seit 1997 bei der «Südostschweiz», im Jahr 2013 wechselte er intern von der Druckvorstufe in die Redaktion. Zuerst in einem 40-Prozent-Pensum und seit 2016 zu 100 Prozent. Mehr Infos

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SO schreibt:
FOTO-Legende: Das gehört auch dazu: Diese Schwingfans geniessen 2019 am Esaf in Zug einen kräftigen Schluck Bier.
Ich schreibe:
Ist Bier nicht die HAUPTSACHE?
►SO 23.10.2021:
Gimma: «Unfassbar viel Bier getrunken worden»
Das Bier floss laut Gimma in Strömen:
https://ibb.co/ZpMLXfGx
►Leserbrief 24.10.2021 (und Kommentare):
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2021-10-24/big-air
►Leserbrief 2025:
In Heftnummer 30, der Coopzeitung allgemein, sehe ich alkoholhaltige Getränke. Ich bin Pro Brüste und Contra Alkohol.
Prof. Dr. Helmut Seitz: «Alkohol ist ein Zellgift und schädigt alle Organe. Das Sensibelste – und das wissen die Wenigsten – ist die Brust, die weibliche Brustdrüse.» Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. WHO: «Beim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge.»
https://www.suedostschweiz.ch/graubuenden/biertest-es-zischt-schaeumt-u…

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