Die Glarner sammeln am Weissenstein-Schwinget wichtige Bergkranzfest-Erfahrung
Mit dem in Rapperswil-Jona wohnhaften Bündner Armon Orlik gewinnt einer der Favoriten das Weissenstein-Schwinget. Im Schlussgang bezwingt er beim Bergklassiker Patrick Räbmatter nach nur 16 Sekunden. Orlik kontert Räbmatter klassisch aus.
Die Glarner Delegation auf dem Solothurner Hausberg umfasst lediglich zwei Schwinger, da die beiden Molliser Roger Rychen und Christian Pianta verletzungsbedingt passen müssen. Für Patrik Feldmann, der in dieser Saison bereits drei Kränze gewonnen hat, war es nach dem Schwarzsee-Schwinget die zweite Teilnahme an einem Bergfest. Sein Ziel am Weissenstein-Schwinget, alle sechs Gänge schwingen zu können, ist ihm trotz strengen Gängen und starken Gegnern gelungen. Die Maximalnote, die er im ersten Gang gegen den Aargauer Damian Eisenring mit seinem Paradeschwung, dem Kopfgriff, realisierte, blieb dann auch der einzige Sieg auf dem Weissenstein.
Einen Eidgenossen gestellt
Einen Achtungserfolg war sicher die Punkteteilung mit dem Eidgenossen Jonas Burch, die dem Riederner Turnerschwinger eine 9 einbrachte. Nach den beiden Niederlagen gegen Oliver Hermann und Sinisha Lüscher und einem weiteren Remis gegen Sascha Streich fehlte Feldmann die Motivation und der Siegeswille, um im sechsten Gang gegen Thomas Kuster nochmals alles aus sich herauszuholen. «Die Dämpfer in den Gängen drei, vier und fünf liessen mich nicht mehr daran glauben, gegen meinen Teilverbandskollegen einen Sieg zu landen», so Feldmann.
Obwohl das junge Glarner Talent mit seiner Tagesleistung nicht ganz zufrieden war, genoss er den schönen Sommertag auf dem Weissenstein und freut sich nun auf seinen nächsten Einsatz auf der Schwägalp Mitte August.
Mehr Risiko wäre dringelegen
Patrik Schiesser kam in dieser Saison nicht richtig auf Touren. Ihm fehlte bisher das Wettkampfglück, um zu Kranzehren zu kommen. Nach den beiden Teilnahmen 2021 auf der Schwägalp und 2022 auf der Rigi konnte der Linthaler nun auf dem Weissenstein zum dritten Mal die spezielle Atmosphäre und die wunderbare Kulisse an einem Bergfest geniessen.
Für mich war es trotz der eher durchzogenen Leistung ein schöner Tag und er gibt mir die nötige Motivation, weiterzumachen.»
Patrik Schiesser, Sennenschwinger aus Linthal
Mit einem guten Gefühl ging er am Morgen an den Start. Dem Sieg gegen den Aargauer Joel Gfeller und den beiden Gestellten gegen Kaj Hügli und Sascha Streich standen am Schluss drei Niederlagen (Pascal Joho, Marco Fankhauser und Jan Späti) gegenüber. «Im sechsten Gang gegen den Basler Sascha Streich hätte ich sicher mehr riskieren dürfen. Für mich war es trotz der eher durchzogenen Leistung ein schöner Tag und er gibt mir die nötige Motivation, weiterzumachen», erzählte der Sennenschwinger nach dem Fest. Diese Motivation nimmt Schiesser mit und steht in zwei Wochen am Rickenschwinget wieder im Einsatz. (sgl)