Regierungsratswahl Glarus: Das sind die Resultate
Christian Marti ist neuer Glarner Regierungsrat. Der ehemalige Gemeindepräsident von Glarus ist am Sonntag im ersten Wahlgang gewählt worden. Er verteidigt damit den Sitz der FDP in der Glarner Kantonsregierung.
Sein parteiloser Herausforderer Marcel Lötscher wurde ihm nicht gefährlich. Der Seilbahnangestellte aus Schwanden kam auf rund 1493 Stimmen. Marti machte 4758 Stimmen. Genug Stimmen um das absolute Mehr von 3513 Stimmen zu schaffen. Martis Wähleranteil lag bei knapp 68 Prozent gegenüber Lötschers 21 Prozent.
Viele Vereinzelte, tiefe Stimmbeteiligung
Die Stimmbeteiligung liegt mit knapp 30 Prozent tiefer als bei der gleichzeitigen eidgenössischen Abstimmungen. Dort gaben 34 Prozent der Glarner Stimmberechtigten ihre Stimme ab. Die Stimmbeteiligung ist auch deutlich tiefer als bei der letzten Ersatzwahl in den Regierungsrat vor gut einem Jahr. Als Thomas Tschudi schliesslich zum Nachfolger von Benjamin Mühlemann gewählt wurde, lag die Stimmbeteiligung bei den beiden Wahlgängen bei 47 und 40 Prozent.
Damals war die Auswahl für die Wählerschaft deutlich grösser. Mit Daniela Bösch (Mitte) und Roger Schneider (FDP) stiegen auch etablierte Parteien mit ihren Kandidaturen ins Rennen. Dieses Mal griff ausser Lötscher niemand den letzten Sitz der Freisinnigen im Regierungsrat an.
Vereinzelte kommen auf 773 Stimmen. Auch hier ist der Anteil deutlich höher als bei den Ersatzwahlen vor einem Jahr, als in den Wahlgängen jeweils 327 und 55 für nicht-offizielle Kandidaturen stimmten.
Das Resultat in Martis eigener Gemeinde
Zwischen den Gemeinden gab es nur geringe Unterschiede. Lötscher machte sein bestes Resultat in seiner Wohngemeinde Glarus Süd. Hier kam er Marti mit 23 zu 64 Prozent der Stimmen am nächsten.
Marti machte sein bestes Resultat in Glarus Nord, wo er auf 70 Prozent Stimmenanteil kam. Dort wiederum war die Stimmbeteiligung mit 26,5 Prozent am tiefsten. In seiner Heimatgemeinde Glarus, wo er lange Jahre Gemeindepräsident war, kam Marti auf einen Stimmanteil von 66,9 Prozent.
Marti wird sein neues Amt auf die Landsgemeinde antreten. Er ersetzt Regierungsrat Andrea Bettiga, der wegen der Altersgrenze von 65 aus der Regierung ausscheidet.