In Linthal fällt das Axpo-Pumpspeicherwerk Tierfed nach Felssturz für Monate aus
Ende Januar wurden im Axpo-Pumpspeicherwerk Tierfed in Linthal der Maschinentransformator und Komponenten der Hochspannungsableitung von Felsbrocken getroffen, wie die Axpo am Dienstag mitteilte. Zudem ist die Gebäudehülle der Schachtzentrale teilweise beschädigt. «Aufgrund der grossen Schäden muss der Betrieb des Pumpspeicherwerks Tierfed für mehrere Monate unterbrochen werden», schrieb das Energieunternehmen.
Der Ausfall der Stromproduktion wird kompensiert
Je nach Verlauf der Arbeiten sei die erneute Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerks im Lauf des Sommers vorgesehen, präzisierte Axpo-Sprecher Martin Stutz dazu auf Nachfrage.
Dies habe aber nur geringfügige Auswirkungen auf die Stromproduktion der Kraftwerke Linth-Limmern, einer Axpo-Tochtergesellschaft, zu der das Pumpspeicherwerk gehört. Der Ausfall betrage «weniger als 5 Prozent der Gesamtenergie-Erzeugung», führte Stutz dazu aus.
Der Unterbruch werde mit anderen Maschinengruppen im gleichen System kompensiert, stand schon in der Mitteilung.
Beim Felssturz gelangten «geringe Mengen» Öl in die Linth
Bereits abgeschlossen sind die Sicherungsarbeiten am gefährdeten Areal. Spezialisten haben das zerstörte Sicherheitsnetz gegen Steinschlag wiederhergestellt. Zudem wurden im Bereich der Abbruchzone Felsen weggeräumt.
Beim Felssturz vom 23. Januar gelangte zudem Öl in die Linth. Die Axpo spricht von «geringen Mengen». Die Auswirkungen hätten dank raschem und umfassendem Eingreifen der Ölwehr minimiert werden können. «Eine grossflächige Beeinträchtigung der Oberflächengewässer konnte verhindert werden», hiess es in der Mitteilung. (sda/mar)