Unterdessen ist die Union nicht selten favorisiert
Unter Trainer Urs Fischer wird die Union Berlin immer noch besser, obwohl die Saison für Saison auf dem Transfermarkt wichtige Spieler verliert. Zieht man die Bilanzen nach jeweils zehn Runden heran, erkennt man, dass sich die Union der Spitze im deutschen Fussball immer mehr nähert und diese mittlerweile erreicht hat. 2019/20, in der Saison nach dem Aufstieg, brachten es die Berliner in den zehn Spielen auf zehn Punkte, danach zweimal auf 16 und diesmal auf 23.
Trotz der klaren Ausgangslage vor Spiel in Bochum sieht Urs Fischer keinen Grund, von einer Favoritenrolle seines Teams zu sprechen. «Ich wehre mich doch nicht, aber die Frage stellt sich mir nicht, weil es eine schwere Aufgabe ist», sagte der Coach der Eisernen beim Aufsteiger. «Man gewinnt keine einfachen Spiele in der Bundesliga. Man muss sich in jedem Spiel am Limit bewegen.»
Fischer hofft auf eine schnelle Rückkehr des früheren YB-Stürmers und Super-League-Torschützenkönigs Jordan Siebatcheu. Der US-Franzose hatte sich letzten Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (2:0) verletzt. «Es sieht zumindest gut aus», sagte Fischer zu den Einsatzchancen Siebatcheus, der am Freitag wieder mit dem Team trainieren konnte.
Nach fünf siegreichen Spielen ohne Gegentor in Serie will Fischer an seinem erfolgreichen Konzept der moderaten Personal-Rotation festhalten. Ob er das Team auf «drei, vier oder fünf oder nur auf zwei Positionen» verändere, stehe noch nicht fest. In der Bundesliga hat Union vor dem elften Spieltag als Leader vier Punkte Vorsprung auf den FC Bayern München.