Portugal verfügt über ein fast unerschöpfliches Reservoir
Bernardo Silva (Manchester City), Diogo Jota (Liverpool), Bruno Fernandes und natürlich Cristiano Ronaldo (beide Manchester United). Die Namen im portugiesischen Kader für die ersten vier Nations-League-Spiele gehören zum Besten, was die Fussballwelt zu bieten hat. Da fällt nicht ins Gewicht, dass João Felix, Ruben Dias und Renato Sanches auch am Sonntag gegen die Schweiz fehlen.
Die Federação Portugesa de Futebol ist seit Jahrzehnten mit Weltstars gesegnet. Und Jahr für Jahr kommen neue Spieler nach. Wie Rafael Leão von der AC Milan oder Diogo Costa. Der Keeper des Meisters FC Porto wuchs in Rothrist auf, ehe er als Siebenjähriger in sein Heimatland zurückkehrte.
Costa hat einen beeindruckenden Aufstieg hinter sich. Seit letztem Sommer ist er Stammtorhüter in seinem Klub, sein Debüt in der Nationalmannschaft gab er im letzten Herbst. In den WM-Playoffs stand er sowohl gegen die Türkei (3:1) als auch gegen Nordmazedonien (2:0) im Tor. Newcastle hat laut portugiesischen Medien sein Interesse am 22-Jährigen bekundet, dessen bis 2026 dotierter Vertrag eine Ausstiegsklausel von 60 Millionen Euro beinhaltet.
Ob Costa, der am Donnerstag beim 1:1 in Sevilla gegen Spanien gespielt hat, auch am Sonntag gegen sein Geburtsland im Tor stehen wird, liess Fernando Santos offen. Der portugiesische Trainer kündigte an, dass er sein Team auf mehreren Positionen verändern wird. Auch Ronaldo dürfte wieder in die Startformation rücken.
Vor den Schweizern hat Santos grossen Respekt. «Sie sind in den letzten zehn Jahren über sich hinausgewachsen und haben vielleicht von allen Teams am meisten Fortschritte erzielt.» Den schwachen Auftritt der SFV-Auswahl gegen Tschechien wertete als «abnormal». Das Ziel der Portugiesen ist erneut das Erreichen des Finalturniers. 2019 gewannen die Portugiesen die Premiere der Nations League, auch dank einem 3:1 im Halbfinal gegen die Schweiz.