Zehn Tote bei Taifun in Südkorea - Tausende Haushalte ohne Strom
Der bisher stärkste Taifun in diesem Jahr, der über Teile Südkoreas hinwegfegte, hatte am Dienstagmorgen das Festland erreicht. Nach zweieinhalb Stunden mit heftigem Wind und starkem Regen verliess er Südkorea wieder in nordöstlicher Richtung.
Die koreanische Halbinsel wird jeden Sommer und Frühherbst von Wirbelstürmen heimgesucht. «Hinnamor» war der elfte in diesem Jahr. Durch den Klimawandel gibt es nach Experteneinschätzung nicht mehr tropische Wirbelstürme pro Jahr, aber es gibt mehr starke und zerstörerische solcher Stürme.
In den am stärksten betroffenen Gebieten im Süden des Landes wurden Strassen und Felder überflutet und zahlreiche Gebäude und andere Infrastruktur beschädigt. Tausende von Menschen mussten ihre Häuser verlassen, fast 90 000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.
Südkorea hatte wegen des nahenden Sturms eine Taifun-Warnung ausgegeben und zahlreiche Schutzvorkehrungen getroffen, wie etwa die Schliessung von Schulen und Kindergärten. Hunderte von Inlandsflügen wurden gestrichen, viele Fischerboote mussten in den Häfen bleiben, bis der Sturm vorübergezogen war.