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Auch der verstorbene Abt Daniel Schönbächler lebte die «Unitas in diversitate»

Scharfsinniger Ordensmann und Lehrer, begnadeter Rhetoriker, engagierter Kulturförderer: All das war der am Montag verstorbene Disentiser Abt Daniel Schönbächler.

Jano Felice
Pajarola
16.08.23 - 04:30 Uhr
Ereignisse

Er hatte es schon vor seinem Amtsantritt im Jahr 2000 angekündigt: Mit 70, nach zwölf Jahren Konventsleitung, werde er als Abt des Klosters Disentis zurücktreten. Fünf Jahre vor dem Alter also, in dem ein Abt oder Bischof seine Demission für gewöhnlich anbietet. Er wolle dann lieber wieder ein Floh sein, ein munterer Floh im Sack seines Nachfolgers, fand Daniel Schönbächler. Wobei er die Existenz dieses Behältnisses gleich selbst infrage stellte. Denn die Tätigkeit des Abts, fügte er scherzhaft an, sei wie das Hüten eines Sacks voller Flöhe – nur ohne Sack.

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