Mit 127 km/h über den gefrorenen See
Am White Turf kommt die High Society der ganzen Welt in St. Moritz zusammen, um das Pferderennen auf dem gefrorenen See mit zu verfolgen, Champagner zu trinken und die Jockeys anzufeuern.
Am Abend des 17. Februar, nachdem das diesjährige Rennen beendet war, raste ein «blauer BMW» über die gefrorene Piste, wie BLICK berichtete. Das Auto wurde mit 127 km/h über das Eis gejagt. Zum Vergleich: die Rennhelfer müssen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h einhalten.
White-Turf-Präsident höchst persönlich
Der Verdacht, dass der White-Turf-Präsident selber am Steuer sass, hat sich nun bestätigt. Der 51-jährige Hotelier gibt zu, über den gefrorenen See gedonnert zu sein. Am Tag vor der Publikation im BLICK hatte er auf deren Anfrage allerdings noch den Unwissenden gespielt.
Seine Tat erklärt er damit, dass an Renntagen ein grosser Druck auf unseren Schultern laste. «Nachdem das White Turf erfolgreich über die Bühne gegangen war, machte sich eine gewisse Euphorie breit.»
Kein Alkohol im Spiel
Der Präsident stellt gegenüber BLICK klar, dass er eine Bewilligung habe, um mit diesem Fahrzeug auf dem See zu fahren und, falls es dennoch zu einer Busse käme, er dafür geradestehen werde. Er betonte aber, dass «keine Dritten gefährdet und kein Alkohol im Spiel war.»
Nun entschuldigt sich Walther: «Es war keine schlaue Aktion.» Dies wolle er auch an der heutigen Generalversammlung des Vereins nochmals betonen, heisst es im BLICK. Nach drei Jahren Amtsperiode steht heute die Wiederwahl des Präsidenten an.