In Chur sind Atemschutzmasken ausverkauft
Der aktuelle Stand der vom Coronavirus Betroffenen lässt sich kaum beziffern. Zurzeit sind es weltweit 2000 Infizierte, 56 Tote und mehrere hundert Patienten in kritischem Zustand. In ein paar Stunden werden diese Zahlen nach oben korrigiert werden müssen. Das Coronavirus breitet sich sehr schnell aus, denn es ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Auch wenn es auf der anderen Seite des Planeten ausgebrochen ist, dank der globalisierten Lebensweise der Menschen, finden sich mittlerweile fast auf jedem Kontinent infizierte Menschen.
In Graubünden fand vergangene Woche das WEF statt. Menschen aus der ganzen Welt trafen sich in Davos zum Kongress. Auch aus China. Ist Graubünden deswegen anfälliger auf das Coronavirus?
Nein, sagt Kantonsarzt Martin Mani: «Im Moment haben wir in der Schweiz lediglich Kenntnis von Verdachtsfällen. Da müssen noch keine besonderen Massnahmen ergriffen werden.» Die Kantonsärzte stehen in regelmässigem Austausch. «Wir hören uns in der Regel einmal pro Monat an einer Telefonkonferenz. Eine solche hat am Donnerstag vergangene Woche stattgefunden.» Man beobachte die Lage weiter, erklärt Mani.
In Chur sehen das die Anwohner etwas weniger unbesorgt. Atemmasken sind Mangelware. In den angefragten Apotheken gibt es zurzeit keine mehr. Sie seien nicht lieferbar. Ausverkauft. Doch helfen Masken überhaupt? Oder ist man zu vorsichtig? Der Kantonsarzt findet klare Worte: «Es gibt keine bestätigten Fälle. Man kann sich im Moment also gar nicht anstecken.» Wer sich schützen möchte, könne sich in erster Linie an die persönlichen Hygienemassnahmen halten. Die Hände sollten also regelmässig gewaschen und desinfiziert werden. Und dass man sich die Hand vor den Mund hält beim Husten und Niesen sollte sowieso zum guten Ton gehören.