Vietnam: Toter Junge weiter in tiefem Rohr - Fortschritte bei Bergung
Seit dem Unglück hatten die Rettungskräfte immer wieder vergeblich versucht, das Rohr mit schwerem Gerät aus der Erde zu holen. Die Teams seien unerfahren und mit der Situation überfordert gewesen, sagte Doan Tan Buu, der stellvertretende Regierungschef der Provinz Dong Thap, der Deutschen Presse-Agentur.
Zudem sei es viel leichter, ein solches Betonrohr in die Erde zu treiben, als es wieder herauszuholen, betonten Experten. Grund: Die Erde rund um das Rohr wird beim Hereinbohren stark zusammengedrückt und extrem fest. Um ein solches Rohr wieder aus der Erde zu ziehen, ohne dass es zerbreche, müsse zunächst die Erde rundherum gelockert werden. Der Direktor des örtlichen Transportministeriums betonte, es könnte noch Tage dauern, bis die zwei unteren Teile des Rohres - und damit auch die Leiche des Jungen - geborgen werden.
Das Unglück im Südwesten von Vietnam hatte zu Jahresbeginn weltweit Schlagzeilen gemacht. Nur in den ersten zehn Minuten nach dem Sturz gab es Berichten zufolge noch Lebenszeichen von dem Jungen.