F/A-18-Absturz mutmasslich wegen Fehler von Flugverkehrsleiter
Bei der Kollision der F/A-18 der Schweizer Luftwaffe mit der westlichen Bergflanke des Hinter Tierberg in der Region Sustenpass war der Pilot ums Leben gekommen. Das Flugzeug wurde durch den heftigen Aufprall vollständig zerstört.
Die Untersuchungsrichter seien zum Schluss gekommen, dass der Pilot in der Startphase den Radarkontakt zum Leader verloren habe, teilte die Schweizerische Militärjustiz am Dienstag weiter mit. Aufgrund der Anweisungen des Flugverkehrsleiters sei der Pilot bis zu einer Höhe von 10'000 Fuss aufgestiegen und kollidierte in der Folge in einer kontrollierten Fluglage mit der Westflanke des südlich vom Hinter Tierberg gelegenen Grats.
Aufgrund der Untersuchungsergebnisse bestehe ein Anfangsverdacht gegen den Flugverkehrsleiter von Skyguide auf fahrlässige Tötung sowie der Störung des öffentlichen Verkehrs, schreibt die Militärjustiz.
Nicht von vornherein ausgeschlossen werden könne, dass das Verhalten des Leaders im Steiglug mitursächlich für den Flugunfall sei, in dem er die Standardvorgaben für den Steigflug nicht vollständig einhielt.
Die konkrete Prüfung, ob die genannten Tatbestände erfüllt seien, habe im Rahmen der Voruntersuchungen zu erfolgen. Für die Beschuldigten gelte die Unschuldsvermutung.