Präsident Assad: Krieg hat Syrer auf Umgang mit Erdbeben vorbereitet
«Der Krieg, der Ressourcen erschöpfte und Fähigkeiten schwächte, hat der syrischen Gesellschaft die Erfahrung gegeben, um mit dem Erdbeben umzugehen», sagte Assad. Bei den Beben in der türkisch-syrischen Grenzregion vor mehr als einer Woche waren laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO allein in Syrien bislang rund 5900 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl dürfte weiter steigen.
«Syrien war zweieinhalb Jahrzehnte lang keine Erdbebenregion und war auf solch ein Beben nicht vorbereitet», sagte Assad. Die Nothilfe verbündeter Länder habe geholfen, das Ausmass der Katastrophe zu verringern. Er kündigte neue Massnahmen an, um die Folgen abzufedern. Syrische Behörden hätten vorübergehende Unterkünfte bereitgestellt, und ein neuer Hilfsfonds werde eingerichtet, um den Opfern zu helfen.
Die wichtigste Lektion aus der Katastrophe sei, dass «wir es geschafft haben, die Umstände in unseren verschiedenen Bereichen zu überstehen», sagte er.
Syriens Machthaber zeigt sich nur selten öffentlich. Vergangene Woche war er mit seiner Frau überraschend ins Erdbebengebiet gereist und hatte unter anderem eine Klinik und ein Trümmerfeld besucht.