Bereit zum Leuchten
Seit über 40 Jahren wird die spezielle Stapeltechnik, die von den Mitgliedern der Auegstenfeuer-Gruppe für das Höhenfeuer angewandt wird, weitergegeben. «Dabei handelt es sich um ein Fünfeck aus grossen Holzscheiten. Innen und aussen mit Ästen garniert», erklärt Mario Waldvogel, der die rund 20-köpfige Gruppe seit sechs Jahren anführt. Die Motivation des 28-jährigen Landwirts aus Ennenda: «Etwas für die Natur machen, das Glarner Kulturgut pflegen und nach der Arbeit gemütlich mit den anderen zusammensitzen.» Zum ersten Mal geholfen hat er übrigens bereits als 14-Jähriger – seitdem ist er Feuer und Flamme.
Waldpflege inklusive
Das Holz für das Höhenfeuer kommt nicht wie bei anderen Höhenfeuern aus dem Tal, sondern wird von den Männern rund um die Auegstenhütte gesammelt. «Damit betreiben wir hier oben auch noch etwas Landschaftspflege», so Werner Waldvogel, der Onkel und Vorgänger von Mario Waldvogel. Beispielsweise werde der Waldrand ausgedünnt, damit Rebhühner und andere Tiere wieder Platz fänden. Ausserdem wird Lawinenholz aufgesammelt und zum Feuerplatz gebracht.
Der grösste Holzstapel umfasste etwa 30 Kubikmeter. «Dieses Jahr haben wir es immerhin auf zehn bis 14 Kubikmeter geschafft», so Mario Waldvogel zufrieden. Nun hofft die Gruppe, dass sie das Feuer am 1. August auch entzünden können. Denn im vergangenen Jahr ging das wegen der Waldbrandgefahr nicht.