Beim Beverin-Rudel kehrt Ruhe ein – vorerst zumindest
Herr Jenny, Ihr Amt hat heute über den Stand der Bestandesregulierung des Beverinrudels informiert. Wie steht es denn um die Umsetzung?
Wir konnten Anfang Oktober zwei Jungwölfe schiessen. Im Verlauf der letzten Woche schossen wir dann den dritten. Und am Montagmorgen ist ein Jungwolf bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Das heisst, vier Jungwölfe sind jetzt tot. Ist damit die Aktion abgeschlossen?
Ja. Damit ist die Aktion abgeschlossen. Das Kontingent für die Regulierung des Wolfsrudels Beverin sehen wir als erfüllt an. Wir haben das auch so mit dem Bundesamt für Umwelt abgesprochen.
Zwei weitere Beverin-Jungwölfe tot
Sie haben es angesprochen: Ein Wolf wurde am Montagmorgen bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt und musste erlöst werden. Wie muss man sich das vorstellen? Drei Jungwölfe wurden geschossen, wie ist man hier vorgegangen?
Wir sind mit einem sehr intensiven Monitoring immer up-to-date gewesen. Wir haben immer geschaut, wo sich die Wölfe aufhalten. So wollten wir eine Situation erzeugen, bei der möglichst viele Rudelmitglieder den Abschuss mitkriegen. Das ist uns auch gelungen, und wir konnten die Jungwölfe in einem sozialen Kontext schiessen. Im Fall von letzter Woche wurde der Wolf in der Nähe eines Siedlungsgebietes geschossen, es war also ein sehr zweckmässiger Abschuss. Das hat Signalwirkung.
Damit die Wölfe nicht mehr so nahe an Siedlungsgebiete gehen?