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Zurück bleibt ein Millionenschaden

In Chur ist am Mittwochabend gegen 21 Uhr die Postauto-Garage im Stadtzentrum in Vollbrand geraten. Angaben über Verletzte liegen bis jetzt nicht vor. Der Brand ist mittlerweile - bis auf wenige Glutnester - gelöscht.

Südostschweiz
Donnerstag, 17. Januar 2019, 05:57 Uhr Grossbrand in Chur

Laute Knallgeräusche, eine riesige Rauchwolke und ein Feuer, welches praktisch in der ganzen Stadt sichtbar war. Kurz vor 21 Uhr am Mittwochabend musste die Feuerwehr Chur - inklusive Verstärkung aus den umliegenden Gemeinden - zur Postauto-Garage unterhalb des Bahnhofs ausrücken. Ein Postauto hatte Feuer gefangen und das Feuer griff auf andere Fahrzeuge und das Gebäude über.

Die umliegenden Gebäude wurden umgehend evakuiert und die Brandbekämpfung in Angriff genommen. Zirka 50 Personen mussten ihre Wohnungen verlassen. Mehrere Stunden dauerte der Einsatz. Auch am Donnerstagmorgen um 5 Uhr sind die Einsatzkräfte noch vor Ort. Der Gestank von Rauch liegt immer noch in der Luft und es ist eine Brandwache vor Ort.

So sah es heute Morgen um 5 Uhr aus. NADIA KOHLER

Gemäss der Mediensprecherin der Postauto AG, Katharina Merkle, handelt es sich um einen Millionenschaden. Eine genaue Summe könne man jedoch noch nicht nennen. Mehr als 20 Postautos und diverse Privatfahrzeuge wurden beim Brand zerstört. Die Einstellhalle, in welche eine Tankstelle integriert ist, wurde komplett beschädigt, wie die Kantonspolizei Graubünden am Donnerstagmorgen mitteilt. Die Tankstelle konnte bei der Brandbekämpfung geschützt werden und wurde nach ersten Erkenntnissen nur oberirdisch beschädigt.

An nahe abgestellten Fahrzeugen sowie an angrenzenden Gebäudeteilen entstand ebenfalls Sachschaden, so die Polizei weiter. Dieser beträgt nach ersten Erkenntnissen insgesamt mehrere Millionen Franken. Der Postauto-Betrieb ist für den heutigen Tag aber dennoch gewährleistet, wie Merkle im Interview mit Radio Südostschweiz am Donnerstagmorgen betont. 

Bereits in der Nacht wurden mit Hochdruck Ersatzfahrzeuge aus anderen Regionen aufgeboten. «Jeder Kurs ist gewährleistet», so Merkle. Für die Mediensprecherin ist wichtig, dass sich beim Feuer niemand gravierend verletzt hat. Gemäss ihren Informationen musste ein Polizist mit Atembeschwerden behandelt werden. Die Kantonspolizei Graubünden bestätigt dies.

Ob der Postauto-Betrieb auch in den kommenden Tagen gewährleistet werden kann, ist noch unklar. (koa)

Der Grossbrand hielt die ganze Stadt in Atem:

Das Feuer war in der ganzen Stadt sichtbar. MARCO HARTMANN
Die Einsatzkräfte arbeiteten auf Hochtouren. NADIA KOHLER

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Liebe Reporter
Ihr löchert die Pressesprecher mit der Frage nach der Schadenshöhe (fast schon penetrant) ABER dass ihr in euren Beiträgen an die Zuhörer nie einen Dank an alle Feuerwehrleute und weiteren Helfern sendet, finde ich echt bitter. Gute Berichterstattung, und nicht nur Sensation, muss so was auch beinhalten. Auf eine in Zukunft hoffentlich bessere Ausgewogenheit grüsst freundlich David-Ueli Rade