Dreijährige stirbt in Glarus: Ein Lichtermarsch für ihren letzten Weg
Vor dem Wohnblock in Glarus brennen Kerzen, Plüschtiere wurden hingelegt, ein farbiges Windrädchen dreht sich. Die Anteilnahme nach dem Tod des dreijährigen Mädchens ist gross. «Guäti Reis, chlinä Ängel», steht auf einem Kärtchen geschrieben. Kurz nach dem Mittag am Dienstag laufen mehrere Schulkinder an der Gedenkstelle vorbei. Einige halten inne, schauen sich um und laufen nach einigen Sekunden weiter.
Auch in den sozialen Medien drücken mehrere Dutzend Personen ihr Mitgefühl aus. Auf Initiative von Flavia Santos aus Glarus soll nächste Woche ein Lichtermarsch stattfinden. «Mir ist es wichtig, dass das Mädchen ihren letzten Weg mit viel Licht begeht und dass wir sie mit unseren Gedanken unterstützen können», so Santos. Das genaue Datum ist noch offen, da sie bei der Gemeinde zuerst eine Bewilligung einholen muss. Der Treffpunkt soll beim Rathaus in Glarus sein, von wo die Teilnehmenden dann zum Wohnblock des Mädchens weiterziehen, um dort eine Schweigeminute zu halten. Weitere Informationen gibt sie später in der Facebook-Gruppe «Das passiert im Glarnerland» bekannt.
Schwere, stumpfe Gewalt führte zum Tod
Was sich am Freitagabend in der Wohnung ereignet hat, ist immer noch unklar und wird untersucht. Der Vater und die Stiefmutter sind nach wie vor in Haft. «Der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts zur beantragten Untersuchungshaft steht noch aus», wie Staatsanwalt Patrick Fluri am Dienstag gegenüber den «Glarner Nachrichten» sagt. Weitere Informationen könne er zur laufenden Untersuchung nicht geben.