Mutmasslicher kolumbianischer Drogenboss in Basel vor Gericht
Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, als «Mitglied auf höchster Hierarchieebene» eines kolumbianischen Drogenkartells Kokaingeschäfte und weltweite Kokain-Transporte abgewickelt zu haben. Unter anderem habe er allein von Januar bis August 2020 am Transport von rund neun Tonnen Kokain im Strassenverkaufswert von 609 Millionen Franken mitgewirkt, heisst es.
Der Angeklagte gab bei der persönlichen Befragung an, neben seiner Arbeit als Bauarbeiter eine Früchtehandelsfirma und eine Ananas-Plantage in Kolumbien mit aufgebaut zu haben. Die Anklage hält fest, dass gerade diese Früchtehandelsfirma für den Transport grosser Mengen missbraucht worden sei.
Den Antrag der Verteidigung auf Vertagung des Verfahrens, weil sie nicht in Besitz der Originaldaten gekommen sei, lehnte das Gericht ab.