Was sind eigentlich Neophyten?
Sie sehen aus wie normale Pflanzen und meist haben sie sogar noch schöne Blüten – doch der Schein trügt, denn Neophyten bedrohen die einheimische Pflanzenwelt. Neophyten sind gemäss Sascha Gregori, Leiter Neobiota Management beim Bündner Amt für Natur und Umwelt, Pflanzen, die absichtlich oder irrtümlich aus dem Ausland in die Schweiz eingeführt wurden. Das können Zimmerpflanzen sein, die sterben, wenn sie im Winter draussen sind. Es gebe auch gebietsfremde Arten, die sich bei uns im schlimmsten Fall invasiv ausbreiten und anderen Pflanzen den Lebensraum streitig machen.
Bekannte Neophyten sind beispielsweise das einjährige Berufkraut (siehe Titelbild), Sommerflieder, Kirschlorbeer und Goldrute.
Verschiedene Arten, verschiedene Folgen
Neophyten sind jedoch nicht nur ungern gesehen, weil sie einheimische Pflanzen verdrängen. So gibt es gemäss Sascha Gregori Arten wie zum Beispiel die Ambrosia und Schmalblättriges Greiskraut, die schädlich für Menschen sowie Tiere sind.