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Alles neu macht der Mai – auch im ehemaligen «Mundaun»-Pub 

Nun auch in Ilanz: Im Herzen der ersten Stadt am Rhein entsteht ein Co-Working-Space. In anderthalb Monaten ist die Eröffnung geplant.

Jano Felice
Pajarola
14.03.23 - 17:26 Uhr
Leben & Freizeit
Zentral am Eingang zum «Städtli»: Der Co-Working-Space für Ilanz wird im einstigen Gasthof und Pub «Mundaun» eingerichtet.
Zentral am Eingang zum «Städtli»: Der Co-Working-Space für Ilanz wird im einstigen Gasthof und Pub «Mundaun» eingerichtet.
Bild Olivia Aebli-Item

Bald gehört auch die Stadtfraktion Ilanz zur Riege der Bündner Ortschaften, die über einen Co-Working-Space verfügen. Eine vierköpfige Gruppe von selbstständig tätigen «Enthusiasten», wie sie sich selbst bezeichnen, baut derzeit ehrenamtlich in der Freizeit das nach der Ilanzer Postleitzahl benannte «Coworking 7130» auf. Und das in einem relativ bekannten Gebäude eingangs des historischen «Städtli» und unweit des Landsgemeindeplatzes: im ehemaligen Gasthof und Pub «Mundaun», der sich heute im Besitz von Unternehmer Theo Schaub befindet.

Hilfe für Unternehmen beim Optimieren von Kosten

Im zentral gelegenen Gebäude entstehen Arbeitsplätze und Besprechungsräume, die sich laut einer Medienmitteilung von Co-Founderin Natalia Godglück an Ein- und Zweitheimische, Pendlerinnen, digitale Nomaden, Angestellte und Freiberuflerinnen, kleine und mittlere Unternehmen oder auch Tagesgäste richten. Willkommen seien aber auch Vereine, Schülerinnen und Studenten oder Leute im Pensionsalter. Das einstige Pub sei schon immer ein Ort der Begegnung gewesen, und auch in Zukunft würden sich im Haus Menschen zum Arbeiten, Austauschen und Netzwerken treffen. «Wir sind überzeugt, dass Kollaboration einen Mehrwert für die Gesellschaft und die Region liefert», wird «Coworking 7130»-Vereinspräsident Gian Marco Bianchi in der Mitteilung zitiert. Nicht zuletzt solle der Co-Working-Space Unternehmen aus der Region helfen, ihre Kosten zu optimieren, indem sie kurz- oder auch langfristig bestimmte Räumlichkeiten und Flächen nicht selbst zur Verfügung stellen müssten. Und er solle die Attraktivität von Ilanz/Glion als Arbeits- und Wohnort dauerhaft erhöhen.

Eine «Community» soll aufgebaut werden

Geplant ist gemäss der Mitteilung zudem der Aufbau einer «Community» über den beruflichen Kontext und die Generationengrenzen hinaus — mit dem Ziel, Stadt und «Städtli» nachhaltig zu beleben und das lokale Engagement zu steigern. Grosses Interesse an der Idee des «Coworking 7130» sei vorhanden, so Godglück: An einem kürzlich durchgeführten Treffen auf der Baustelle seien rund 40 Gäste anwesend gewesen, darunter auch Vertreter der Gemeinde, des Handels- und Gewerbevereins sowie der Organisation Surselva Tourismus. Vereinsmitglieder, Sponsoren und Gönner seien aber nach wie vor gesucht. Eröffnet werden soll der Co-Working-Space am Mittwoch, 3. Mai.

Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos

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