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Zuerst testen, dann lernen

Zuerst testen, dann lernen

Viele Bündner Hochschulen sind am Montag, 13. September, ins neue Semester gestartet. Wegen Corona sieht der Studienalltag etwas anders aus. 

Gianna
Jäger
21.09.21 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Endlich wieder Präsenzunterricht: Die Studentinnen und Studenten der Bündner Hochschulen starten ins neue Semester. An der Universität Zürich wurde die Zertifikatspflicht bereits eingeführt. Nun zieht auch Graubünden nach. 
Bild Keystone/Ennio Leanza

Lange mussten Studentinnen und Studenten darauf warten, bis der Unterricht wieder vor Ort stattfindet. Corona bringt jedoch einige Änderungen in den Studienalltag. An der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR) gilt seit Montag, 13. September, eine Covid-Zertifikatspflicht. Zusätzlich müssten alle Personen im Gebäude eine Maske tragen, wie Rektor Gian-Paolo Curcio am Donnerstag gegenüber Radio Südostschweiz erklärte. Ungeimpften Studierenden werden kostenlose Betriebstestungen zur Verfügung gestellt. Mehrmals pro Woche könne in ein Röhrchen gespuckt werden, was laut Curcio durchaus zumutbar sei. «Der Online-Unterricht wird nur noch bedingt aufrechterhalten», erklärte der Rektor weiter. Nur Studierende, die in Quarantäne seien oder Symptome hätten, könnten den Unterricht von zu Hause aus verfolgen. Denn die Erfahrungen aus den letzten Monaten hätten klar gezeigt, dass viele Ziele im Distanzunterricht nur bedingt erreicht werden könnten. «Wir sind deshalb auf den Präsenzunterricht angewiesen», sagte Curcio.

Die höhere Fachschule für Tourismus Graubünden (HFT) in Samedan hat bis jetzt noch keine Zertifikatspflicht eingeführt. «Unsere Klassen bestehen in der Regel aus nicht mehr als 30 Leuten. Ausserdem verfügen wir über grosse Räumlichkeiten, sodass wir die Kapazitätsbeschränkungen von zwei Dritteln einhalten können», erklärte Ursula Oehy, Rektorin der HFT Graubünden. 

Reduzierte Kapazitäten

An der Fachhochschule Graubünden (FHGR) tritt die Zertifikatspflicht erst ab 18. Oktober in Kraft. «Für uns ist die Einführung der Zertifikatspflicht wichtig, denn so kann der Präsenzunterricht wieder stattfinden», sagte Jürg Kessler, Rektor der FHGR. Bis zu diesem Zeitpunkt arbeitet die Hochschule mit reduzierten Kapazitäten, der sogenannten Hybrid-Alternative: Eine Klassenhälfte hat für eine Woche lang Unterricht vor Ort, die andere löst Aufträge von zu Hause aus. In der Folgewoche wird gewechselt. Zusätzlich gelte an der FHGR nach wie vor eine Maskenpflicht. «Die vier Wochen bis zur definitiven Zertifikatseinführung können wir für die Planung und Umsetzung nutzen», meinte der Rektor weiter. Ausserdem hätten die Studierenden mehr Zeit, um sich impfen zu lassen. Die FHGR wird in ihren Räumlichkeiten Walk-in-Impfungen in Zusammenarbeit mit dem Kanton anbieten. «Momentan klären wir ab, ob wir den Studierenden kostenlose Testungen bereitstellen können», so Kessler. Für die Mitarbeitenden gelte immer noch die Homeoffice-Empfehlung. Dozierende Personen unterrichten jedoch vor Ort. 

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