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Volk entscheidet: Ja oder Nein

Volk entscheidet: Ja oder Nein

Das Bündner Stimmvolk wird nicht über eine finanzielle Beteiligung, sondern über die Grundsatzfrage – Olympische Winterspiele in Graubünden Ja oder Nein – entscheiden.

Südostschweiz
11.09.12 - 02:00 Uhr

Von Norbert Waser

Die Bündner Regierung steht wie schon der Bundesrat hinter einer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2022 in Graubünden. In der gestern vor den Medien präsentierten Botschaft werden die Bedingungen formuliert, unter denen sich der Kanton an diesem Projekt beteiligt. Dem Grossen Rat wird beantragt, einen Kantonsbeitrag von acht Millionen Franken an die Kandidatur zu sprechen und für die allfällige Durchführung der Spiele Reserven im Umfang von 300 Millionen Franken zu bilden.

Ein einziges Nein kippt alles

Weitgehend klar ist nun auch das weitere Prozedere. Auf kantonaler Ebene wird dem Stimmvolk die Stichfrage «Olympia Ja oder Nein» gestellt. «Diese Grundsatzfrage muss das Volk entscheiden, es wäre nicht ehrlich, bloss einen Kredit von acht Millionen für die Kandidatur zu beantragen.» Ebenfalls eine Volksabstimmung wird es in der designierten Host City St. Moritz geben, wie Gemeindepräsident Sigi Aspiron gestern an der Medienkonferenz im Calvensaal in Chur sagte. An die Kandidaturkosten von insgesamt 60 Millionen Franken sollen die Engadiner fünf Millionen beisteuern. Ob es auch in Davos eine Volksabstimmung geben wird, ist noch offen, die zwei Millionen an das Kandidaturbudget könnte der Grosse Landrat eigenständig beschliessen. «Uns ist aber klar, dass es keine Olympischen Spiele in Graubünden geben kann, wenn einer der vorgesehenen Austragungsorte Nein zu einer Kandidatur sagt», stellte Trachsel klar. Keine Bedenken hat Trachsel auch bezüglich möglicher Beschwerden von Umweltverbänden. «Wir halten die Gesetze auch bei Olympia ein», sagte er im Interview mit dem BT.

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