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«Transviamala»: «Der schönste Lauf» an einem perfekten Tag

Das prächtige Wetter, die vorzügliche Organisation, der erfreuliche Teilnehmer- und ein fabelhafter Streckenrekord haben dem «Transviamala»- Jubiläum vom Sonntag in Donat die Krone aufgesetzt.

Südostschweiz
Dienstag, 25. Oktober 2011, 02:00 Uhr

Von Anita Fuchs

Leichtathletik. – Heidi Beffa aus Puplinge (Genf) war ausser sich vor Freude. «Das war der schönste Lauf, den ich je absolvierte.» Fast zur Nebensächlichkeit verkam darob ihr Triumph an der neuen Transviamala-Curta, die nach 31 Jahren den traditionsreichen Schamserlauf ersetzte. Erika Liechti (Gossau), die zusammen mit Marco Jäger (Chur), Ton Havermans (Cazis) und Rolf Heim (Grabs) beim «Zehnjährigen» das Jubilaren-Quartett bildete – als Dank für die Treue erhielt es eine gravierte Steinplatte – setzte gar noch einen drauf. «Der ‘Transviamala’ ist mehr als der schönste Lauf der ganzen Schweiz; es stimmt ausnahmslos alles.» Viele der 1290 Läufer und Walker, die dem Jubiläum einen Teilnehmerrekord bescherten, hätten ihr wohl beigepflichtet.

Fast drei Minuten schneller

Dass der Transviamala Run & Walk ein ganz spezieller Anlass ist, erwähnte mit Jasmin Nunige selbst eine Spitzenläuferin. «Dies ist auch der Grund, weshalb ich schon zum dritten Mal hier bin», so die Davoserin. Wie bei den vorangegangenen Starts realisierte sie auf den 19 Kilometern von Thusis nach Donat einen neuen Streckenrekord. Die vor zwölf Monaten aufgestellte Bestmarke pulverisierte sie dabei um fast drei Minuten. «Ich lief kontrolliert und gewissermassen locker», sagte sie nach 1:27:15 Wettkampfsstunden. Sechseinhalb Minuten weniger lang unterwegs war Ulisses Joos; der Churer bewerkstelligte den zweiten Triumph nach 2009 und verwies Guy Nunige, den Ehemann und Trainer von Jasmin Nunige, auf den zweiten Platz.

Ebenfalls ein Zehner-Goldvreneli für den Tagessieg in Empfang nehmen durfte bei idealen Bedingungen Jann Tscharner (Igis); er deklassierte die gesamte Konkurrenz bei der Transviamala-Curta. Dabei hatte er die elf Kilometer messende Strecke, die ebenfalls durch die sagenumwobene Viamalaschlucht, von Zillis aber direkt nach Donat führte, als «Training unter Wettkampfbedingungen» deklariert. Dies im Rahmen der Vorbereitung auf die bevorstehende Cross-Saison. Jann Tscharner und die anderen knapp 800 Läufer und 300 Walker wurden in Thusis wie letztes Jahr mit Tiba-Klängen statt einem Pistolenschuss auf die Strecke geschickt.

Spezielles Geschenk zum Geburtstag

Dies sehr zur Freude der ausländischen Teilnehmer, unter ihnen die rund 20-köpfige Vertretung aus Stuttgart. «Sensationell, unbeschreiblich, vorzüglich», lauteten einige der von ihnen verwendeten Ausdrücke im Zusammenhang mit der Landschaft und der Organisation. Viele der befragten Deutschen gaben zu, die Strecke unterschätzt zu haben. So auch Carlos Eduardo Zafrane Bravo, der am Veranstaltungstag seinen 38. Geburtstag feierte und sich mit der «Transviamala»-Teilnahme ein «besonderes Geschenk» machen wollte. «Das war es definitiv», stellte er im Ziel und nach einem vom Platzspeaker initiierten «Happy Birthday» zufrieden fest. «Im Vergleich zu anderen Läufen fühlte ich mich nicht wie an einem Wettkampf; ich genoss die unglaublich schöne Natur und das geniale Panorama in vollen Zügen.»

Das Geburtstagskind und alle anderen Teilnehmer und deren Begleitpersonen erlebten in Donat ein, wie es US-Tumpriv-Präsident Daniel Camenisch ausdrückte, «grossartiges Sportfest, welches das Organisationskomitee und die 250 Helfer mit ihrem grandiosen Einsatz ermöglichen». Etwa 2500 Personen – so viele wie nie – bevölkerten bei strahlendem Herbstwetter das beschauliche Donat und verliehen dem Jubiläum einen würdigen Rahmen.

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