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Sweeterland lässt die Föhne winden

Ein wildes Föhn-Szenario zeigt Sweeterland im Rahmen von (Re)Constructed im Kunsthaus Glarus. Mit ihrer ironischen Installation spielt die Künstlergruppe direkt auf das Geschehen von 1861 an.

Südostschweiz
Mittwoch, 25. Mai 2011, 02:00 Uhr

Von Claudia Kock Marti

Glarus. – 50 knallrot besprayte Haarföhne hängen an einem Netz von der Decke des Seitenlichtsaals und tanzen miteinander, je nachdem durch welches Kabel gerade ein Gerät von unsichtbarer Hand angesteuert wird. Belustigt verfolgen Kunsthausbesucher zurzeit die über ihren Köpfen brausenden Heissluftapparate.

Matthias Käser ist zufrieden mit der Programmierung. «Nach einem Brainstorming hatten wir die Idee mit den Föhnen rasch geboren», sagt er zum Projekt. Zusammen mit Yvonne Good, Dominik His, Elena Könz und Judith Weidmann, allesamt Absolventen oder Studenten der F&F-Schule, setzte er die Idee um, nachdem die Eingabe bei der Ausschreibung von «Kunstschaffen ausserordentlich» bei der Jury auf Anklang gestossen war.

«Etwas mit Föhn liegt auf der Hand», sagt Käser. Dieser sei für das Ausmass der Glarner Brandkatastrophe verantwortlich. Die neue These zur Brandursache von Walter Hauser hätte – auch bei früherer Kenntnis – keinen Einfluss auf die Installation gehabt, so Käser.

Die Installation mit 50 Föhnen ist in der Gruppenausstellung (Re)Constructed bis 7. August im Kunsthaus Glarus zu sehen.

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