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Sta. Maria: Umfahrung ist unumgänglich

Gerne antworte ich Uli und Vera Steinlin aus Biel-Benken (Baselland). Wir Münstertaler freuen uns immer auf liebe Gäste, die unser Tal schätzen und sich bei uns wohlfühlen.

Südostschweiz
28.06.13 - 02:00 Uhr

Zum Leserbrief «Keine Umfahrung des malerischen Sta. Maria» in der Ausgabe vom 27. Juni.

Wir freuen uns auch, wenn sie sich entspannende Stunden gönnen und unsere herrliche Bergluft geniessen. Nur wohnen wir nicht in einem Reservat, obwohl wir in unmittelbarer Nähe den Nationalpark haben.

Was will ich damit sagen: Sta. Maria liegt auf einer Hauptverbindungsachse zwischen dem Engadin und dem Südtirol mit einem enormen Mehrverkehr in den letzten Jahren. Das Nadelöhr im Dorfkern von Sta. Maria ist dadurch komplett überlastet und eine Zumutung für die Anrainer aber auch für die Fussgänger, da ein Trottoir fehlt. Das Dorf ist wirklich verkehrsgeplagt und man kann sich eine Umfahrung nur wünschen.

Die Kantonsstrasse wurde im 19. Jahrhundert, entsprechend den damaligen Normen, erstellt und genügt den heutigen Anforderungen in keiner Weise mehr. Die in den letzten Jahren massiv gestiegenen Verkehrsfrequenzen und Achslasten haben auch dazu geführt, dass die Hauptstrasse durch das Dorf längst das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat. Geplant ist eine Umfahrung südlich des Dorfs mit Direktanschluss an die Umbrailpassstrasse. Sie umfasst eine Länge von zwei Kilometern und ist relativ einfach zu erstellen. Auch sind zudem die zugelassenen Fahrzeugbreiten und -tonnagen beschränkt.

In diesem Sinne auf ein a revair in der Val Müstair.

Giacumin Bass, Müstair

Zum Artikel «Die ‘kleine’ Energiewende» in der Ausgabe vom 22. Juni.

In der Rubrik «Direkt aus Bern» konnte man lobende Worte über die Subventionspolitik im Bereich Energie lesen. Für uns Bündner sieht die Realität leider ganz anders aus. Die Subventionspolitik schwächt die Wasserkraftbetriebe und führt zu falschen Anreizen und Investitionen. Mit ihrer einseitigen Stellungnahme liefert uns die Verfasserin, Nationalrätin Silva Semadeni, einmal mehr den Beweis, dass ihre Haltung rund um die Energiewende in eine Sackgasse führt. Durch die heutige Subventionspolitik werden insbesondere die Berggebiete benachteiligt, weil sie viele Wasserkraftwerke betreiben.

Leider schweigt die Verfasserin darüber, dass die Subventionspolitik zu einer starken Wettbewerbsverzerrung geführt hat. Die entsprechenden negativen Wirkungen sind im Kanton, in den Gemeinden, in den Institutionen, bei den Wasserkraftwerken und bei den Aktionären sehr bedeutend. Viel Volksvermögen wurde und wird durch den Preiszerfall des Stroms und die entsprechende Wertverminderung der Wasserkraftwerksanlagen vernichtet. Zudem: Mit der Erhöhung der Subventionen respektive Abgaben will die Verfasserin die gleichen Fehler wie in Deutschland machen, wo der Konsument exorbitante Preise als Abgabe für die Förderung der Erneuerbaren bezahlen muss. Hoffen wir, dass unsere Vertreter in Bern im Rahmen der Gesetzgebungsgestaltung alles daran setzen, um unsere Ressourcen aufzuwerten, anstatt sie zu vernichten.

Jan Koch, Grossrat, Landquart

Zum Artikel «Das Gebiet Chur West soll zum zweiten Stadtzentrum werden» in der Ausgabe vom 25. Juni.

Die Gemeinderäte der Churer CVP haben die Prognosen hinsichtlich der Entwicklung von Chur West mit Interesse zur Kenntnis genommen. Danach soll es im Westen der Stadt ein neues Stadtzentrum geben mit insgesamt an die 6000 Einwohnerinnen und Einwohner und Investitionen von einer Milliarde Franken. Wird diese Vorhersage mit dem verdichteten Wohnbau Realität, dann braucht es zweifelsfrei in diesem Quartier auch ein neues Schulhaus. Es kann nicht sein, dass sämtliche Schülerinnen und Schüler links der Plessur auch nach den neuen Bauten rechts der Plessur in die Schule müssen.

Schon im Januar 2008 hat die CVP-Fraktion des Churer Gemeinderats ein Postulat mit dieser Forderung eingereicht. Es erstaunt, dass der Stadtrat in seinem Bericht zu den hängigen Vorstössen 2013 feststellt, als Standort für ein neues Schulhaus biete sich nicht Chur West an. Dies steht doch zumindest in einem gewissen Widerspruch zur absehbaren und vom Stadtrat begrüssten Entwicklung dieser Stadtregion.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der knappen Stadtfinanzen kann zudem offen die Frage gestellt werden, ob eine Pflichtbeteiligung der Investoren am neuen Schulhaus als Beitrag an die Infrastruktur nicht vorgesehen werden sollte. Hierzu sind Stadt- und Gemeinderat gefordert.

Carla Maissen, für die CVP-Gemeinderatsfraktion, Chur

Neulich hat das Regionalparlament der Surselva für die Museen der Region einen wegweisenden Entscheid gefällt. Ende dieses Jahres läuft die Finanzierungsaktion zugunsten der Museen mit überörtlicher Bedeutung aus, die 1994 ihren Anfang nahm und den Regionalmuseen grosse Investitionen erlaubte. Die Regiun Surselva sorgt nun rechtzeitig für eine lückenlose Fortsetzung der Museumsaktion.

Die neue Lösung sieht vor, dass das Klostermuseum Disentis/Mustér, die Cuort Ligia Grischa Trun, das Museum Regiunal Surselva sowie neu auch das Gelbe Haus in Flims weitere drei Jahr lang in den Genuss einer Unterstützung von jährlich insgesamt 35 000 Franken kommen. Neu ist, dass auch die Lokalmuseen La Truaisch Sedrun, Waltensburger Meister Vuorz, Gandahus Vals, Safier Heimatmuseum sowie das Ortsmuseum Laax mit einem Beitrag rechnen dürfen.

Die Leiterinnen und Leiter der Museen nehmen mit Freude und Genugtuung zur Kenntnis, dass die Vorlage im Regionsparlament unbestritten war. Damit kommt eine grosse Wertschätzung zum Ausdruck für die kulturellen Angebote, die die Museen für die einheimische Bevölkerung und die Feriengäste bereitstellen. Wir bedanken uns im Namen aller Museumsleiterinnen und -leiter bestens für diese wirkungsvolle Motivationsspritze zu Beginn der Sommersaison!

Marianne Fischbacher, Museum Regiunal Surselva; Giusep Decurtins, Cuort Ligia Grischa Trun; Carmen Gasser Derungs, Das Gelbe Haus Flims

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