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Spracheninitiative kommt beim Volk an

Die Hälfte der benötigten Unterschriften für die Bündner Fremdsprachen-Initiative sind bereits gesammelt. Durch die Entwürfe zum Lehrplan 21 fühlen sich die Initianten in ihren Forderungen bestätigt.

Südostschweiz
01.07.13 - 02:00 Uhr

Von Olivier Berger

Klosters/Chur. – Bisher hätten über 1500 Personen die Anfang Mai lancierte Fremdsprachen-Initiative unterzeichnet, erklärte Mitinitiant Jöri Luzi gestern auf Anfrage. Damit sei die Hälfte der notwendigen Unterschriften bereits beisammen. Allein in seinem Heimatort Klosters habe er mehrere Hundert Unterschriften gesammelt, so Luzi. Die Fremdsprachen-Initiative verlangt, dass an den Bündner Primarschulen künftig nur noch eine Fremdsprache gelehrt wird. Luzi hofft, dass bis Ende Sommer rund 3500 Unterschriften für das Begehren zusammenkommen.

Schon heute sind viele überfordert

Durch die am Freitag präsentierten Vorschläge für den sogenannten Lehrplan 21 fühlt sich Luzi in den Anliegen der Initiative bestätigt. Mit dem Lehrplan 21 kämen zusätzliche Belastungen auf die Schülerinnen und Schüler zu. Umso wichtiger sei es, dass sich der Unterricht in der Primarschule auf nur eine Fremdsprache beschränke. «Bereits heute haben viele Schülerinnen und Schüler mit dem Druck zu kämpfen und leiden darunter.» Die Zahl der Therapien habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Neben den Fremsprachen-Initianten glauben auch die Vertreter der romanischen Organisation Pro Idioms, dass sie gerade wegen des Lehrplans 21 auf dem richtigen Weg sind. Die Umsetzung des sogenannten Koexistenzmodells für das Nebeneinan- der von Idiomen und Rumantsch Grischun sei deshalb so moderat wie möglich umzusetzen, verlangt Pro-Idioms-Mitbegründer Domenic Toutsch. Der Lehrplan 21 soll denUnterricht in der Deutschschweiz harmonisieren.

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