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An Silvester herrscht in Davos dicke Luft

An Silvester herrscht in Davos dicke Luft

In Davos werden an Silvester immer mehr Böller abgefeuert. Die Belastung der Luft mit Schadstoffen steigt dann jeweils explosionsartig an.

Südostschweiz
11.02.11 - 01:00 Uhr

Davos. – Der gestern veröffentlichte lufthygienische Bericht der Gemeinde Davos für 2010 bringt es an den Tag; in der Silvesternacht wird im Landwassertal immer mehr Feuerwerk abgebrannt. Der Feuerwerksqualm besteht zu grossen Teilen aus Feinstaub. Die Auswertung der Messdaten hat nun ergeben, dass die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub in den letzten zwei Jahren am Neujahrstag jeweils sehr hohe Werte erreichte.

Andere Situation am 1. August

Die unmittelbar nach dem Jahreswechsel 2009/10 und 2010/11 an der Messstation in Davos Platz gemessenen Stundenmittel von 200 bis 300 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft stellen eine sehr hohe Kurzzeitbelastung dar. Zum Vergleich: Der Jahresmittelwert betrug an derselben Messstation in den letzten zwei Jahren elf Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.Zum Feuerwerk vom 1. August gab der Davoser Umweltschutzdelegierte Gian Paul Calonder auf Nachfrage Entwarnung. Während dieser Jahreszeit bestehe in Davos kein Kaltluftsee wie im Winter. Deshalb könne sich am Nationalfeiertag der Feuerwerksqualm jeweils schneller mit sauberer Luft durchmischen.

Feinstaub-Werte unterschritten

Wie aus dem lufthygienischen Bericht weiter hervorgeht, war die Luftbelastung in Davos 2009/10 mit den Vorjahren vergleichbar. Die in der Luftreinhalteverordnung festgelegten Jahresmittelgrenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub wurden flächendeckend unterschritten.

Ozonbelastung weniger hoch

Bei der stark von den Witterungsbedingungen abhängigen und deshalb grösseren Schwankungen unterworfenen Ozonbelastung ergibt sich ein anderes Bild. Zwar war diese in den vergangenen zwei Jahren wegen des wechselhaften Sommerwetters weniger hoch als früher und man konnte bei den Höchstwerten eine Abnahme registrieren. Trotz dieses Rückgangs bei der Spitzenbelastung wurden die Ozongrenzwerte 2009 und 2010 aber überschritten. (béz)

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