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Saison der Spitzenklassierungen für Lars Färber

Für den Felsberger Sportschützen Lars Färber ist die in Polen erzielte Universiade-Silber- medaille der absolute Saison- Höhepunkt. Der 26-Jährige richtete sein Augenmerk nun bereits nach China, wo es 2011 um Edelmetall geht.

Südostschweiz
13.10.10 - 02:00 Uhr
Zeitung

Von Verena Zimmermann

Schiessen. – Mit dem Schlussmatch des Bündner Schiesssportverbands (BSV) vom kommenden Samstag auf dem Rossboden in Chur geht für den Felsberger Sportschützen Lars Färber eine ereignisreiche Saison der Spitzenklassierungen zu Ende. «In der Saison 2010 habe ich es geschafft, bei ausnahmslos jedem wichtigen Wettkampf einen Platz auf dem Podest zu erreichen. Sensationelle Resultate blieben punktemässig zwar aus. Meine Topklassierungen konstant über die ganze Saison verteilt zeugen aber von stetig guten Leistungen und hohem Niveau», sagt der 26-Jährige, der als Abteilungsleiter Produktion bei der Firma Cedes in Landquart tätig ist.So gehören zu Färbers persönlichen Saisonhöhepunkten etwa an der Bündner Meisterschaft Luftgewehr Rang 1 (580 Punkte), an den Bündner Meisterschaften im 3-Stellungs-Match 50 m Rang 1, im Liegendmatch 50 m sowie im Liegendmatch 300 m jeweils der zweite Rang, an der Bündner Gruppenmeisterschaft 300 m Kategorie A der zweite Rang, am Arge-Alp-Schiessen sowohl in der Kategorie Liegend (595) als auch 3-Stellung (1141) der zweite Rang, am Eidgenössischen Ständematch Liegend der zweite Rang. Und schliesslich überzeugte er an der Universiade im polnischen Wroclaw. Er gewann im 50-m-Liegendmatch die Silbermedaille mit dem Team und belegte Rang 5 in der Einzelwertung.

Zielwettkampf war die WM

Jene Studenten-WM in Polen von Mitte September war klar Färbers Saisonziel gewesen. Als Aufbauwettkämpfe hat er die Shooting-Masters des Schweizer Schiesssportverbands (SSV) benutzt (Ranking-Schiessen). «Ein erster Gradmesser war dann das Arge-Alp-Schiessen Ende Juli, das für mich als Formtest galt. Danach ging es Wochenende für Wochenende mit Wettkämpfen weiter bis zum letzten Formtest, der Schweizer Meisterschaft.» Obwohl Färber an der Schweizer Meisterschaft in Zürich, die kurz vor der Universiade in Polen stattfand, kein optimaler Wettkampf gelungen ist, sei er mit einem guten Gefühl nach Wroclaw gereist.Trotz schwieriger Bedingungen schaffte Färber im Liegendmatch über den Shoot-off (Ausschiessen um die acht Finalplätze) als Letzter den Finaleinzug: «Der kommandierte Final auf Zehntelwertung gelang mir optimal und mit einer 100er-Passe (10 mal 10) arbeitete ich mich auf Rang 5 vor.» Schliesslich fehlten Färber nur gerade 0,9 Punkte aufs Podest respektive für den dritten Rang. Dank einer ausgeglichenen Teamleistung reichte es aber in der Teamwertung für die Silbermedaille, womit das Team Schweiz erstmals überhaupt mit einer Medaille von einer Universiade heimkehrte.Die guten Liegendleistungen liessen Färber für den 3-Stellungs-Match schon Gutes hoffen, liegen doch eigentlich dort seine Stärken. Doch er kam mit dem starken Wind und den Lichtwechseln während des 3-Stellungs-Matchs nicht zurecht und musste sich mit Rang 23 begnügen. In der Teamwertung reichte es der Schweiz mit sechs Punkten Rückstand auf die Medaillenränge für Rang 4.

National konkurrenzfähig

«Die zu Ende gehende Saison ist für mich sehr gut verlaufen», zieht Färber Bilanz. «Vor allem in der Stehend-Stellung, die früher meine Schwäche war, habe ich riesige Fortschritte gemacht, sodass ich nun auch national absolut konkurrenzfähig bin.»Sein Augenmerk hat Färber, der nebst dem Sportschiessen auch die Bündner Hochjagd und Skifahren zu seinen Hobbies zählt, nun bereits auf den August 2011 gerichtet. Dann findet in Shenzen (China) mit der Universiade der drittgrösste Weltanlass im Sportschiessen statt. Es versteht sich von selbst, dass der junge Felsberger Sportschütze auch von der Studenten-WM in China mit einer Medaille nach Hause zurückkehren möchte.

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