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«Sag die Wahrheit», Roger Rhyner

Roger Rhyner ist Gast im Deutschen Fernsehen: In der SWR-Sendung «Sag die Wahrheit» musste das Rateteam am Montag herausfinden, ob der Riederner duftende Bücher macht. Wir haben mitgeschaut.

Südostschweiz
Mittwoch, 09. Juli 2014, 02:00 Uhr

Von Marco Lüthi

Riedern/Stuttgart. – Eine wohl einzigartige Mischung aus Erotik, Schnaps und einem stinkenden Geissbock liegt am Montag kurz nach 22 Uhr im Studio bei «Sag die Wahrheit» in der Luft. Im Scheinwerferlicht steht auch ein Glarner: der Autor und Radiomoderator Roger Rhyner.

In der Sendung des Südwestrundfunks (SWR) behaupten alle Kandidaten von sich, eine bestimmte Person zu sein – doch nur einer sagt die Wahrheit. Wer derjenige ist, muss ein prominentes Rateteam herausfinden. Dieses besteht aus Schauspielerin Ursula Cantieni, dem Musiker Smudo von den Fantastischen Vier, der Entertainerin Kim Fisher und dem Moderator Pierre M. Krause. Sie müssen in der ersten Runde erraten, welche der drei jungen Frauen tatsächlich erotischen Tanz unterrichtet. Eine Kostprobe von ihrem Können gibt die echte Tänzerin unmittelbar nach der Auflösung.

Macht Rhyner Schnaps aus Enzian …

In der zweiten Runde kommt dann Roger Rhyner ins Spiel. Er muss sich als Hubert Ilsanker ausgeben. Der aus Bayern stammende brennt Enzianschnaps. Und zwar in alpinen Höhen. Nach der kurzen Vorstellungsrunde gibt es für alle ein «Schnapserl» aus Enzian. In der ersten Spielrunde hat jeder aus dem Rateteam 45 Sekunden Zeit, um die Kandidaten auszufragen. «Ein solcher besonderer Schnaps hat sicher auch einen lustigen Namen. Wie heisst er denn?», will Pierre Krause von Roger Rhyner wissen. «Hubis, Hubis Enzianschnaps», antwortet er und muss sich beherrschen, um nicht zu lachen.

Dann müssen die «Rateprofis» auf einen der drei Kandidaten tippen: Smudo hält Roger Rhyner anfangs für den «echten Schnapsbrenner». Er sei modern und witzig und würde nicht dem Klischee entsprechen. Doch Rhyners Antwort waren dem Musiker dann doch etwas zu unglaubwürdig. Als einziger glaubt Pierre Krause, der Glarner könnte der Enzianschnapsbrenner sein. «Das ist, als ob Johnny Depp Enzianschnaps machen würde».

… oder duftende Bücher?

«Ich sehe was, was riecht» kündigt «Sag die Wahrheit»-Moderator Michael Antwerpes die dritte Spielrunde an. Dort treten jene vier Leute wieder auf, die vorher gelogen haben. Einer von ihnen hat eine besondere Eigenschaft.

Der Reihe nach entscheiden die prominenten Ratefüchse, ob die aufgetischten Geschichten der Kandidaten stimmen oder nicht. In dieser Runde muss Rhyner nicht flunkern, als er von seinen drei veröffentlichten duftenden Büchern berichtet. Pierre Krause glaubt dem «Johnny Depp», wie er Rhyner erneut nennt, diesmal nicht.

Neben der wahren Geschichte von Rhyner binden die anderen drei Kandidaten dem Rateteam einen Bären auf. So etwa erzählt die erste Kandidatin, die Fotografin von Beruf ist, von einer Fotoausstellung mit dem Titel «Shit Happens». Bei dieser habe sie ausschliesslich Tierkot fotografiert. Einen Preis gewonnen habe sie ausserdem mit dem Foto eines «dampfenden Flusspferdhaufens».

Die «Rateprofis» sind erstaunt

Eine weitere Kandidatin erzählt, dass sie Joggingkleider verkauft, die Schweiss in angenehmen Duft umwandeln.

Am Ende erhebt sich Roger Rhyner und löst die Raterunde auf – zum grossen Erstaunen des Rateteams. Während der Glarner erzählt, wie er auf die Idee kam, reiben die «Rateprofis» begeistert in den duftenden Kinderbüchern. Ursula Cantieni rümpft plötzlich die Nase und wedelt mit ihrer Hand durch die Luft. «Das war sicher der Geissbock», sagt Rhyner lachend.

Der Glarner wirkt bei seinem ersten Auftritt im deutschen Fernsehen erfrischend souverän und sympathisch. Ganz im Gegensatz zu einigen anderen Schweizern, die bisher in deutsche Sendungen eingeladen wurden.

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