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«Radon-Hotspot» Graubünden

Im Kanton Graubünden weisen, verglichen mit der restlichen Schweiz, überdurchschnittlich viele Gebiete eine grosse Radongefahr auf. Das muss aber nicht heissen, dass alle Einwohner der betroffenen Gemeinden gleich stark betroffen sind, wie der kantonale Radonbeauftragte Roland Fiechter erklärt.

Südostschweiz
Montag, 03. März 2014, 01:00 Uhr exklusiv im bt

Die Gefahren seien mittels Stichproben in den Gemeinden analysiert worden. «So kann es sein, dass ein bestimmtes Haus in einer Gemeinde mit einer hohen Gefahrenstufe gar nicht so stark gefährdet ist. Allerdings gilt das auch umgekehrt.»

Zu denken gibt eine neue Studie aus dem Tessin. Für diese wurden Messungen in Häusern durchgeführt, die gerade erst energetisch saniert wurden. Die Studie zeigt auf, dass solche Sanierungen in Bezug auf Radon oft eine negative Auswirkung haben können. Durch die moderne Dämmung, die effizienter ist als früher, zirkuliert die Luft in den entsprechenden Gebäuden schlechter. Das führt auch dazu, dass das gefährliche Gas schlecht abgeführt wird. Radon sorgt schweizweit für rund 2700 Todesfälle durch Lungenkrebs. Obwohl Graubünden ein relativ hohes Radonaufkommen aufweist, hält sich die Anzahl der Erkrankungen in Grenzen. (mm)

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