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Kunsthaus-Jury muss harte Kritik einstecken

Der Wettbewerb für das neue Kunsthaus in Chur droht zur Farce zu werden: Das schreiben acht Wettbewerbsteilnehmer.

Südostschweiz
20.06.12 - 02:00 Uhr

Von Olivier Berger

Chur. – Die Jury für den Neubau des Kunstmuseums in Chur hat ihre eigenen Regeln verletzt: Das kritisieren acht Architekturbüros, die am Wettbewerb für das 30-Millionen-Projekt teilgenommen haben, in einem offenen Brief an die Bündner Regierung.

Damit habe die Jury «der Willkür unweigerlich Tür und Tor» geöffnet, heisst es in dem Schreiben, welches unter anderem vom Churer Architekturbüro Bearth & Deplazes und vom kantonalen Kulturpreisträger Gion A. Caminada aus Vrin unterzeichnet wurde.

Konkret bemängeln die acht Architekten, das Fehlen einer geschützten Anlieferung für Kunstgegenstände sei «ein unverzeihlicher Verstoss gegen das Wettbewerbsprogramm mit gravierenden Auswirkungen». Die Kritiker erwarten von der Regierung jetzt eine Stellungnahme; trete diese nicht auf die Argumente ein, mache sie das gesamte Wettbewerbsverfahren zur Farce.

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