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Künstliche Intelligenz

Esave AG in Chur hat eine Steuerung entwickelt, die LED-Strassenleuchten automatisch dimmt und bei Erfassen von Bewegungen die Intensität der Beleuchtung anpasst.

Südostschweiz
Montag, 02. April 2012, 02:00 Uhr Esave AG

Von Juscha Casaulta

Energieeffizienz, geringe Lichtverschmutzung, Sicherheit: Stichworte, die bezüglich öffentlicher Beleuchtung fallen. Die von Rico Kramer gegründete Esave AG mit Sitz in Chur hat sich auf die Entwicklung, Produktion und Handel von künstlicher Intelligenz für Leuchtmittel aller Art, insbesondere Strassenleuchten und weiteren LED-Produkten spezialisiert. Kürzlich hat das Unternehmen nach Haldenstein eingeladen, um sein Lichtkonzept, Ilight genannt, für den Aussenbereich vorzustellen.

Wärmesensoren

Kramer und Hanno Baumgartner, Technische Leitung Entwicklung, zeigten auf, was Ilight einzigartig macht. Mit der Ilight-Steuerung lassen sich LED-Strassenleuchten automatisch dimmen, solange kein oder wenig Licht benötigt wird. Erfassen die Wärmesensoren Fussgänger oder Autos, wird die Intensität der Beleuchtung gezielt für einen bestimmten Strassenabschnitt angepasst. «So sind Passanten immer im Licht, auch jene, die einem entgegenkommen.» Sobald keine Frequenzen mehr da sind, reduziert sich die Beleuchtung wieder. Laut Kramer schafft das System Sicherheit und spart im Vergleich zu den herkömmlichen LED-Strassenleuchten über 90 Prozent Energie.

Ilight kann nach verschiedensten Bedürfnissen bezüglich Bewegung, Zeit und Helligkeit gesteuert werden. «Wir haben uns bemüht, das System mit einer einfachen und übersichtlichen Bedienung aufzubauen», so Baumgartner. Die Software kann auf einem Windows-kompatiblen Computer betrieben werden. Esave hat auch modulare Lampenkörper entwickelt. Die künstliche Intelligenz von Esave ist überall einsetzbar, zum Beispiel bei Innenbeleuchtung oder Frequenzzählung.

Esave vertreibt das Produkt in der Schweiz selber, was als «kleines Bündner Unternehmen», gerade betreffend Aufträgen von Gemeinden, nicht ganz einfach sei. Vertriebspartner ist das Ostschweizer Unternehmen Visiolux. «Das System von Esave hat uns überzeugt», sagte Peter Gasser, Geschäftsleiter und Inhaber von Visiolux. Strassenbeleuchtung sei zunehmend eine Vertrauenssache, bei der man sicher sein müsse, dass es auch in Zukunft halte und weiterentwickelt werde. In Berga bei Leipzig konnte Esave kürzlich die Strassen des Ortskerns mit Leuchten ausrüsten. Unter anderem ist vorgesehen, das ganze Dorf Haldenstein, wo seit einiger Zeit Testleuchten stehen, zu bestücken. Neben Kramer und Baumgartner gehört noch Peter Räber, stellvertretender Geschäftsführer, der Esave an.

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